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Die Löffler’sche Gießerfamilie – Ein Kleiner Einblick

Die Löffler’sche Gießerfamilie – ein kleiner Einblick

Das erste im Raum Innsbruck ansässige Mitglied der Familie Löffler war Peter, damals noch genannt Leiminger, der aus der Umgebung Feldkirchs stammte. Er ließ sich um das Jahr 1486 in Hötting nieder und übernahm im Jahr 1503 die auf dem Gänsbühel in Hötting liegende neu gegründete Gusshütte. Dort goss er Glocken und Statuen der Hofkirche ebenso wie Kanonen. Es stand im Dienst Erzherzog Siegmunds und später Maximilians und wurde 1489 geadelt, woraufhin er den Namen Löffler annahm. Im Jahr 1522 übernahm dessen Sohn Gregor (hier im Bild mit seiner Frau Elisabeth Pranger) die Gusshütte. Gregor war in den Jahren 1524-1544 für die Freie Reichsstadt Augsburg tätig, kehrte jedoch wieder nach Innsbruck zurück. Er gilt als der bedeutendste Erzgießer des 16. Jahrhunderts in Mitteleuropa. Gregor Löffler schuf eine große Zahl an Geschützen, Glocken und Kunstgüssen (eine genaue Beschreibung der Werke findet sich z.B. hier). Auch dessen Söhne Hans Christoph und Elias waren als Erzgießer aktiv. Im Jahr 1539 ließ er sich nahe dieser Gusshütte einen Ansitz erbauen, das heutige Schloss Büchsenhausen. Dieses blieb bis zum Verkauf durch Alexander und Christoph Löffler, die Enkel des Gregor, im Jahr 1604 im Besitz der Familie Löffler. Noch heute erinnert der Löfflerweg hinter dem Schloss Büchsenhausen an die dort ansässige Gießerfamilie.

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-1075)

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