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Die Abenteuerliche Reise Des Ritters Theuerdank Nach Burgund. Teil 3

Die abenteuerliche Reise des Ritters Theuerdank nach Burgund. Teil 3

Im ersten Kapitel des „Theuerdank“ werden die handelnden Personen vorgestellt: Der Hauptcharakter ist natürlich der edle Ritter Theuerdank (Kaiser Maximilian I.), der auf seiner gefahrvollen Reise nach Burgund von Ehrenhold – der als Zeuge für alle überstandenen Prüfungen und Gefahren dient – begleitet wird. Weitere wichtige Akteure sind Prinzessin Ehrenreich (Maria von Burgund) und ihr Vater König Romreich (Karl der Kühne). Theuerdank erlebt dank der drei Hauptleute mit den sprechenden Namen Fürwittig (Fürwitz), Unfalo (Unfallgefahr) und Neidelhart (Neid) – die versuchen die Hochzeit Theuerdanks mit Prinzessin Ehrenreich unter allen Umständen zu verhindern – zahlreiche Abenteuer, Unfälle und Unannehmlichkeiten, die er aber alle mehr oder minder unbeschadet übersteht.

In der Erstausgabe des Werkes gab Melchior Pfinzing einen verschlüsselten Hinweis darauf um wen es sich bei den Figuren im „Theuerdank“ handelt. So verwendete er für König Romreich den Kürzel „H.C.V.B.“ (für Herzog Carl von Burgund) und für den Helden Theuerdank den Kürzel „K.M.E.Z.O.V.B.“ (für Kaiser Maximilian Erzherzog zu Österreich und Burgund). In den späteren Ausgaben des Buches variiert die Schreibweise der Namen: Als Beispiel sei hier Theuerdank / Thewerdank / Theurdank genannt. Ich werde mich an die gängigste Schreibweise der Namen halten und nicht an die der überarbeiteten Ausgabe von Schultes aus dem Jahr 1679 aus der die Abbildungen dieser Artikelreihe stammen.

Das Titelbild zeigt einen von Leonhard Beck gefertigten Holzschnitt für das erste Kapitel des „Theuerdank“. Abgebildet ist König Romreich, der in einer Halle mit Säulen auf einem Thronsessel sitzend sein einziges Kind – Prinzessin Ehrenreich – empfängt.

Da Ehrenreich nach dem Tod ihres Vaters Alleinerbin sein wird, drängen die Berater König Romreich seine Tochter noch zu seinen Lebzeiten zu verheiraten. Im zweiten Kapitel ruft König Romreich deshalb die Räte zu einer Besprechung zusammen und bittet sie, ihn bei der Auswahl von zwölf untadeligen Heiratskandidaten zu unterstützen. Die Räte vertrauen aber auf das Urteil des Königs, der ihnen verkündet, dass er seine Entscheidung erst in seiner Todesstunde, bzw. in seinem Testament bekannt geben wird. Er verschweigt dabei den Beratern, dass seine Wahl bereits auf den heldenhaften Ritter Theuerdank gefallen ist.

(Stadtarchiv Innsbruck, AD-204)

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