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Das Licht Geht An

Das Licht geht an

Mit der finanziellen Unterstützung des Möbelhändlers Franz Rindfleisch und dem technischen Wissen des Mechanikers L. Tauber entstand die 1. Tiroler Telegraphen und Blitzableiterbauanstalt in Innsbruck. Im Jahr 1879 übernahmen Albert Hopffer und Paul Reinhardt das Unternehmen und benannten es in 1. Tiroler Telegraphen-Bau-Anstalt um.

Die Firma leistete Pionierarbeit im Bereich elektrisches Licht in Innsbruck. 1881 eröffneten Hopffer & Reinhardt ihr Geschäft in der Maria-Theresien-Straße 38.
Im selben Jahr, anlässlich der Vermählung des Kronprinzen Rudolfs, installierte das Unternehmen die erste elektrische Bogenlampe in Innsbruck am Rennweg, welche mit dem Strom eines Dynamos gespeist wurde. Zwei Jahre später baute die Firma im Salinenhof in Hall die erste Beleuchtung mit elektrische Glühlampen in Tirol. Dabei wurden die ersten Original-Edison-Glühlampen verwendet.

1884 schied Reinhard aus der Firma aus. Albert Hopffer gründete 1899 eine Niederlassung in der Andreas-Hofer-Straße 36.
Das Aufgabengebiet des Unternehmens lag in der Elektrotechnik, Mechanik und Optik.

Elektrische Glocke der Firma Hopffer & Reinhardt, Stadtsäle Innsbruck (Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Re-271, um 1925)

Die 1. Tiroler Telegraphen-Bau-Anstalt zeichnete sich durch die Installation von Signal- und Telefonanlagen aus. Fast alle Signaleinrichtungen bei den Militärschiessständen stammten von ihnen. Weiters errichteten sie die Blitzableiter bei den meisten Gebäuden und Kirchen in Tirol.

Die Nachfahren von Albert Hopffer haben sich dann auf die Optik spezialisiert. (Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-33791, um 1985)

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-33790, um 1885)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Die Reihenfolge war etwas anders …
    Die Stadt Innsbruck hat die Straßenbeleuchtung um 1885 bekommen. Veranlasst vom Gemeinderat Herrn Dannhauser. Der gleiche Gemeinderat veranlasste auch die vorlaufenden Hausnummern für die Stadt Innsbruck.

    Sicherlich haben Firmen die technische Betreuung mit Gestaltet.

    Danke
    @

  2. Vielen Dank für den Artikel! Ich wohne in einem Altbau in der Innsbrucker Innenstadt. Da bei uns bald neue Blitzableiter installiert werden, wollte ich mich mal erkundigen, wie die Ausstattung mit solchen in der Stadt ist. Daher ist es gut zu wissen, dass der größte Teil der Gebäude und Kirchen ihre Blitzableiter schon vor so langer Zeit erhalten haben.

  3. Habe den Artikel ebenfalls jetzt erst entdeckt und frage mich, wo denn das Kraftwerk stand, bzw. wer den im Artikel erwähnten Dynamo antrieb, der die Straßenbeleuchtung speiste?
    Vielleicht eine der damals zahlreichen Dampfmaschinen die Transmissionswellen antrieben?

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