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Das Archivding Der Woche

Das Archivding der Woche

Als ich von meiner Großtante ein Kästchen mit mehreren Schubladen vererbt bekommen habe, war in dessen Schubladen viel Kleinkram … alte elektrische Stecker, Nadeln, eine kleine Eisenkette, alte unbrauchbare Glühbirnen, …

Die untersten zwei Schubladen bargen jedoch Kleingeräte, deren Sinn mir bis heute verborgen blieb.

Das erste Kleingerät steckt in einer kleinen Kartonschachtel mit der Aufschrift „Qualitäts-Glaserdiamant“. Das Gerät sieht aus wie ein kleines Hämmerchen, ist beinahe 14 cm lang und vorne an der kleinen Metallspitze befindet sich ein seeehr kleiner „Glaser-Diamant“. Ein kleiner Beipackzettel beschreibt die Handhaltung für die Verwendung. Wurde das Gerät vielleicht wirklich zum Glasschneiden, Ritzen oder Gravieren verwendet?

Das zweite Gerät ist ca. 10 cm lang, auf der Vorderseite sieht man die Schrift „XZ   IX-ZET“, auf der Rückseite „Made in Germany“. Der Griff ist umhüllt mit einer Plastikfolie in Perlmutt-Imitation. Die vordere Metallspitze hat links und rechts Einkerbungen und an der Spitze ein kleines Rädchen. Das hintere Teil kann ich nicht genauer definieren. Vielleicht kann man damit etwas einklemmen oder abschaben?

Das dritte und letzte Teil ist ca. 12 cm lang, aus Metall, an der Spitze befindet sich ebenfalls ein kleines Rädchen. Am hinteren Haltestil sind zwei Einkerbungen, am Ende sind zwei runde Metallplättchen, eines mit einer sichelförmigen Einkerbung. Diese runden Plättchen sind allerdings schon verrostet, ob sie sich einmal gedreht haben, und ob die Kerbung absichtlich oder abgesprungen ist, kann ich nicht sagen. Man kann das Gerät auch in der Mitte auseinanderschrauben, dann erblickt man etwas, das aussieht wie eine klein Spitze eines Schraubenziehers, auch fallen zwei Ersatzrädchen heraus.

Ist der Zweck der Geräte zwei und drei vielleicht auch für die Glasverarbeitung bestimmt? Oder waren es Dosenöffner, oder ähnliches?

Kann mir jemand der aufmerksamen LeserInnen weiterhelfen?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Fotos privat)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Ist eigentlich ein Glasritzer
    Das Glas wurde angeritzt und dann mit den beitseitigen Einkerbungen gebrochen
    Bei der Firma Glasmalerei in Innsbruck sind diese heute noch in Verwendung.

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