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Amras Einmal Anders

Amras einmal anders

Auf den ersten Blick ist diese Postkarte halt wieder eine Ansicht von „Amras bei Innsbruck“. Dann folgen der zweite Blick und ein lautes „Oha“. Oder ist Ihnen beim ersten Blick beispielsweise die Frage durch den Kopf gegangen, wo denn der der Fotograf während des Drückens auf den Auslöser gesessen ist? Eben.

Damit sind die Punkte, die Beachtung verdienen, noch lange nicht abgearbeitet. Der Verlauf des Weges, der heute die fast schon urbane Philippine-Welser-Straße ist. Auch die Gerhart-Hauptmann-Straße scheint auf einer Art Damm zu verlaufen. Davon ist heute auch nicht mehr viel zu bemerken. Besonders bemerkenswert erscheint mir die Ausdehnung der recht dichten Verbauung am linken Bildrand.

Zu beachten ist allerdings, dass die Optik des Fotografen sehr viel Verzerrung verursacht.

Bei einem Datierungsversuch fragen wir uns, ob die oben zitierte Bezeichnung auf der Karte darauf hinweist, dass es sich noch um das selbständige Dorf Amras handelt.

Bisher wurden in diesem Beitrag keine Gebäude behandelt. Da ich „vermute“, dass die verehrte LeserInnenschaft zu dieser Postkarte noch mehr zu sagen hat, sagen ich besser nix… Umso mehr freuen wir uns über zahlreiche Kommentare, Erinnerungen und Ergänzungen.

Und so wird aus einer auf den ersten Blick langweiligen Postkarte ein interessantes historisches Dokument.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum)

Dieser Beitrag hat 35 Kommentare
  1. Ich glaube, dass die zwei Wege / Straßen, die den Vordergrund des Bildes prägen und die im Text als Philippine-Welser-Straße bzw. Gerhart-Hauptmann-Straße benannt werden, deren Verlängerungen nach Westen darstellen – also Wiesengasse bzw. Kaufmannstraße – oder?

  2. Aufnahmestandpunkt: Da man die Sillhöfe, das rechte Sillufer und den Turm der Stiftskirche im Vordergrund sieht, kann es fast nur die Wiltener Basilika sein.

    Die Verzerrung ist allerdings gewaltig!

    1. Nachdem nach meiner Einschätzung der Turm der Stiftskirche höher ist als jene der Basilika, wage ich dies zu bezweifeln. Wenn ich in tiris mit „Entfernung messen“ eine Linie vom Amraser Kirchturm zwischen den Sillhöfen und dem Turm der Stiftskirche durchziehe, lande ich genau bei der Peterlongokurve der Brennerstraße. Dann muss der Standpunkt des Fotografen wohl dort oder auf dem schon diskutierten Felsen beim Feuerwehrübungsplatz gewesen sein.

      1. Ja, Herr Berktold, Sie haben vollkommen Recht, ich habe es mir jetzt auch nochmals ‚eingemessen‘. Man sieht auch wieder einmal: Um diese Zeit sollte man nicht mehr gscheit sein wollen und besser ins Bett gehen!

  3. Jetzt habe ich am Stadtplan noch nachschauen müssen und habe gesehen, dass sich der Teil der Kaufmannstraße zwischen der heutigen Resselstraße (also Tivolistadion) und den Sillhöfen jetzt Montessoristraße nennt – wieder etwas gelernt! Nur der Vollständigkeit halber!

  4. „Weit unten“ sieht man ein Türmchen, welches ich der Stiftskirche zueigne. Der Fotograf steht auf einer Anhöhe und hat ein respektables Teleobjektiv angeschraubt, sodaß man glaubt, zur alten Weerberger Kirche ist es grade eine STunde zu gehen.

    Bergisel ist der Lemmenhofbuckel im Weg, weiter draußen böte sich die Peter Longo Kurve als Kameraplatz an. Dort stimmen auch alle Perspektiven.

    1. Immer diese Nachträge…
      Das Haus Sillhöfe 14 steht auch erst auf den Bildern ab 1953. Auf dem Foto sieht es schon etwas „angewohnt“ aus, also keine Bauplatzspuren mehr, aber noch recht neu. Darf man etwa 1955 als Aufnahmedatum vorschöagen?

  5. Nachsatz zu einem noch nicht aufgetauchten Posting: Ob man von der Brennerstraße aber einen so steilen Blickwinkel auf die Turmspitze der Basilika haben kann, kommt mir inzwischen aber auch zweifelhaft vor. Vermutlich wurde das Foto eher aus einem Heißluftballon oder einem anderen Fluggerät heraus geschossen.

    1. Unsere Postings haben sich wiedereinmal gegenseitig voreinander versteckt. Aber ich glaube, wir können schon beim unabhängig voneinander vermuteten Standort Peterlongokurve bleiben, vielleicht ist der Fotograf, wie von Ihnen als möglich erachtet, ein kleines Stück den damals noch baumfreien Weg Richtung Feuerwehrspielplatz hinaufgegangen. Auf diesem Weg kam man übrigens bis zum Husslhof. Aber viel fehlt nicht. Man kann es auch mit Google Earth nachstellen. Aber auch das Foto liefert einen Hinweis auf die Standhöhe: Man ist bestensfalls so hoch wie das Unterschloß Ambras, zum Hochschloß scheint man schon einwenig hinaufzuschauen. Und das ist etwa 10 Meter höher als die Kurve.

      Ein Flugzeug wäre sicher schon zu hoch, oder gefährlich nah an der Mittelgebirgskante, und ein Ballon fliegt zu unvorhersehbar, als daß man eine Auftragsarbeit wie eine Ansichtskarte von den Launen des Windes abhängig macht.

  6. Hinter der unverkennbaren Häuserkaskade der Premstraße ist ein Neubau am entstehen. Die einzige Datierungsmöglichkeit, die ich so auf die Schnelle entdecke (von Grobdatierungen wie unverbaute Gebiete). Auch das Haus Sillhöfe 12 mit dem markanten Türmchen Türmchen hinter den Sillhöfen ist einmal auf dem 1940er Luftbild noch nicht vorhanden, erst 1953 sicher erkennbar.

    Schön der Blick auf die leere Gegend des Amraser Sees, wo man glaub ich das „Weiße Haus“ sieht, und die schöne Aulandschaft in der Baggerseeumgebung.

  7. Die Aufnahme dürfte mit einen starken Teleobjektiv aufgenommen worden sein weil sich alles zusammenzieht.
    Also – die Strasse ganz rechts ist die Wiesengasse. Im rechten Eck ist das sogenannte Lehrerheim ersichtlich wo der Hohlweg Richtung Amraser Schloss beginnt. Das bewaldetee Viereck rechts vor der Kirche ist der Kriegerfriedhof. Vom Pradler Friedhof ist noch nichts zu sehen, oder er war noch sehr klein.
    Dahinter der sog. Totobichl wo ich, so wie viele andere Kinder das Schifahren erlernten oder uns mit der Rodel austobten.
    Auch von der Aldranser Strasse ist noch nichts zu sehen. Diese begann beim Lehrerheim.
    Von der Verbindungsbahn zwischen Paschberg und Wiesengasse ist auch noch nichts zu sehen. Aufnahme verm. vor dem 1. oder 2. Weltkrieg. Nach dem Krieg stand dort lange eine zerschossene Dampflok. Die war unser Abenteuer Spielplatz.
    In den Häusern vor dem Kriegerfriedhof bin ich links an der Wiesengasse aufgewachsen.
    Schöne Erinnerung an meine Kindheit.

    1. Weil diese teleoptischen Verzerrungen hier wirklich extrem sind, bin ich mit Datierungen etc. sehr vorsichtig.
      Allerdings ist am südlichen Teil des Kriegerfriedhofes eindeutig die Säule des sowjetrussischen Denkmals zu sehen, auf welcher der Gefallenen bis 1945 gedacht wird.

  8. Ich meinte natürlich den neuen Pradler Friedhof südlich der Wiesengasse.
    Es könnte durchaus sein, dass das Foto von einem Ballon aus aufgenommen wurde – beim Gaswerk gab es immer wieder Starts von solchen. Oder auch ein Heissluft Fesselballon. Wie auch Herr Berkdolt in seinem Post vermutet.
    Der Weg oder die Strasse links im Bild ist die jetzige Kaufmanstrasse. Auch zu Erkennen die Wohnblöcke von Stalingrad.
    Schon etwas schwierig bei dieser Teleoptischen Verzerrung den Standpunkt der Aufnahme genau zuzuordnen.

    P.S. Ich hasse scharfe ß darum Strasse mit doppel ss

  9. ich erkenne keinerlei Hinweise für die Umfahrungsbahn, um 1943 errichtet und lange noch erkennbar gewesen. Ein Hinweis könnte die 110 kV Hochspannungsleitung am Waldrand sein, 1927 in Betrieb genommen. Sie scheint noch gar nicht in Vollbetrieb zu sein, ich erkenne nur einseitig eine Leitung.

  10. Jetzt habe ich doch noch einmal nachgeschaut.

    Auf dem Foto sind mindestens zwei Häuser, die erst nach dem Krieg entstanden sind. Wenn man die Luftbilder durchsieht, erkennt man das Haus mit dem Turm bei den Sillhöfen erst 1947. Das Tirolerhaus dahinter sieht man am Luftbild 1953. Gleichzeitig kann man erkennen, daß zu dieser Zeit der Verlauf der Umfahrungsbahn zwischen Innsbruck und Amras nur mehr stellenweise, und dann auch nur sehr schwach erkennbar ist. Die Teleoptik verwischt diese Spuren durchaus noch mehr.

    Wenn man wüßte, wann das Haus, welches ich für jenes der Adresse Premstraße 2 und 2a halte, gebaut wurde, hätten wir sogar das genaue Jahr. Am Foto ist man nämlich grade beim Dachgeschoß angelangt, zur Firstfeier ists nimmer weit.

    Wenn man sieht, daß die alte Weerberger Kirche fast genau über der Amraser Kirchturmspitze liegt und einen Punkt in der Wiese daneben als Bezugspunkt wählt, dann kommt man haargenau zur Peter Longo Kurve, bzw.auf den erwähnten dortigen Weg zum Steinbruch. Spätestens von dort kriegt man auch die gebotene Überhöhung zu Stande. Ein Vergleich mit einer Ansicht vom 40 Meter höher gelegenen Sonnenburgerhof zeigt die Wiltener Kirchen z.B. schon wesentlich weiter unten.

    Und auch eine praktische Überlegung sei erlaubt. Man frage zwei Fotografen nach dem Preis. Der eine fährt mit dem Auto bis zur ersten Kehre der Brennerstraße, der andere steigt ins Flugzeug oder setzt einen Ballon in Szene. Wer kriegt den Zuschlag? Eben.

    1. Leute – ich habe jahrzehnte in der Wiesengasse gewohnt und bin in Amras zur Schule gegangen und kenne die Gegend wie einst meinen Hosensack in der Ledernen.
      Was die Umfahrungsbahn betrifft so war nach Abbau von dieser, noch jahrelang der Bahndamm zwischen den Feldern – Wiesengasse – Paschbergweg ersichttlich.
      Also muss das Foto vor der Errichtung dieser Umgeungsbahn gemacht worden sein. Über den Aufnahmestandpunkt kann man spekulieren – warum soll sollte sich damals kein Fotograf den Luxus geleistet haben einen Ballon oder ein Flugzeug zu chartern um ein gutes Bild zu erstellen. Das ist der kleine Unterschied zu den heutigen Handyknipsern. Das Bild ist gut da gibt es nichts zu meckern nur fehlen halt die Daten der Aufnahme. Wenn ich die Optische Achse verfolge komme ich in die Gegend zum Retterschlössl obehalb des Tunnels von der Stubaier Bahn. Aber was soll es ……………….

      1. Herr Schneider – da Sie in dieser Gegend aufgewachsen sind und sicher alles genau wissen: Was war das eigentlich für ein Gebäude, welches am Südwest Eck des alten Teiles vom Pradler Friedhof (also des 1908er Friedhofs) stand und das der ersten Erweiterung nach Westen hin (also nach dem zweiten Weltkrieg) zum Opfer fiel? Man sieht es gut auf diesem Foto!

        1. Herr Roilo – auf das Gebäude kann ich mich gut erinnern führte doch mein Schulweg nach Amras dort vorbei.
          Man tat gut daran sich mit den Kindern von diesen Bewohnen nicht anzulegen oder besser diesen aus dem Wege zu gehen.
          Auch einige Totengräber vom Friedhof wohnten dort. Waren auch nicht gerade die feinsten Leute.
          Wann das Gebäude abgerissen wurde, daran kann ich mich nicht erinnern. Es fiel aber der Friedhofserweiterung zum Opfer. Weiter nördlich befanden sich die Blöcke der Schullern- und Premstrasse mit ebensolchen unguten Kindern.
          Als Kind hatte man es damals nicht leicht sich in dieser Gegend zu behaupten……………….

          1. Danke, Herr Schneider, für die rasche Beantwortung! Unser Familiengrab war /ist ja im Nordteil des 1908er Friedhofes. Da wir immer zu Fuß, vollbepackt und mit einem Leiterwagele, von Altpradl hinausgehen mussten, langte es uns. Mir ist gar nie aufgefallen, dass im anderen Eck ein Gebäude stand und ich war einigermaßen überrascht, dies auf dem Foto zu sehen.
            Die Premstraße mit ihren „unguten Kindern“ ist mir ein Begriff. Wir getrauten uns auch nie in diese Gegend und unser Friedhofsweg war nie die Pradlerstraße und weiter durch Stalingrad, wir wichen immer über die Grenzstraße aus.
            Einmal, so kann ich mich noch gut erinnern, zog es uns doch da hinaus Es hieß, dass in der Schottergrube Panzer umherfahren, das mussten wir uns natürlich anschauen. Wir wurden aber nicht von den Soldaten verjagt, sondern von den Stalingrader Buam und wir hatten unsere liebe Not, heil heimzukommen!
            Können Sie sich, Herr Schneider, noch an dieses Loch erinnern? Jahrelang wurde hier Schotter entnommen und ich glaube, dass alles mit Bombenschutt zugefüllt wurde. Was wird hier wohl alles gelandet sein???
            Ob es irgendwelche Fotos von diesem Loch gibt?

  11. Vielleicht ist es hilfreich, nicht nach dem frühesten Zeitpunkt an dem die Aufnahme gemacht worden sein kann, zu suchen, sondern nach dem spätesten.

    1. Da wäre sicher die Amraser Volksschule und dieses Gebäude am Pradler Friedhof, nach dem ich oben Herrn Schneider gefragt habe, auch die Neubauten im Bereich südlich der heutigen Amraserseestraße, hilfreich.

      1. Herr Roilo und andere –
        die Amraser Voksschule ist am Bild ca. 3 cm vom Amraser Kirchturm richtung Amrasser Schloss entfernt mehrstöckiges weisses Gebäude.
        An eine Schottergrube kann ich mich nicht erinnern – nur an den Steinbruch in der Nähe vom Bretterkeller wo die Gestapo mache ihr nicht genehmen Leute erschoss. Leere Patronenhülsen fand man dort zu Hauf.
        Die Umfahrungsbahn ging ausgehend vom Hauptbahnhof bei der Eisengießerei Oberhammer über die Sill und dann weiter zwischen den Feldern Wiesengasse – Paschbergweg Richtung Hall wo sie wieder in die Hauptbahn eingeschliffen wurde.
        Der Grund für die Bahn war, um bei einer Bombardierung der Hauptstrecke eine Versorgungsbahn für Innsbruck zu haben.
        Diese Bahn war NIE elektrifiziert und fuhr immer mit Dampf.

        1. Der Herr Roilo zumindest kennt die alte Amraser Volksschule aus eigener Erfahrung, er durfte sie – wie schon an anderer Stelle beschrieben – 1944 / 45 besuchen! Allerdings von Altpradl aus, auch zu Fuß!

          Die Kiesgrube befand sich westlich der Premstraßen Blöcke, der südliche Teil der Dr. Glatz Straße führt heute mitten durch dieses aufgeschüttete Gelände. Im 1946er Luftbild sieht man sie noch.

          Die Umfahrungs- (Umgehungs-) Bahn begann nicht am Hauptbahnhof, sondern schon schnell, vom Süden gesehen, nach dem Bergisel Tunnel. Der Anschluss an die Unterinntalbahn war in den Thaurer Feldern.

        2. Nochmals Umfahrungsbahn: Wenn man auf https://schienenweg.at/index.php?thread/25321-wo-genau-gel%C3%B6st/ herumschmöckert, dann kann man allerlei Wissenswertes erfahren, auch Bilder und Pläne sehen. Demnach soll die Umgehungsbahn elektrifiziert gewesen sein, die Masten waren allerdings aus Holz! Zum Beispiel kann man auch lesen: „Die Strecke konnte zwar mit E-Loks befahren werden, aber nur mit sehr geringer Geschwindigkeit, weil die Gleise im sumpfigen Gelände verlegt waren. Dies trug der Strecke auch den Namen „Gummibahn“ ein!

  12. Eine gute Idee!
    Zusammenfassend/ergänzend würde das Foto also aufgrund des o.a. sowjetrussischen Denkmals auf nach 1945 datieren.
    Das Haus Kirchsteig 10 direkt neben der der Volksschule Amras wurde von Robert & Herta Steixner 1949 erbaut und steht so „richtig“ vor/gegenüber dem „Schuler“ (Kirchsteig 15), dass mir ein perspektivischer Irrtum fast unmöglich erscheint. (Welcher „Kasten“ jetzt da steht, ist ja hier nicht relevant …)
    Und Herr Hirsch „toppt“ aufgrund des Hauses Sillhöfe 14 auf ab 1953.

  13. Gegen eine Datierung zumindest vor 1940 spricht auch: Die beiden fast gleichartigen Häuser auf diesem Foto am Wiesenweg (es dürften heute Nr. 43/45 und 47/49 sein) und das Haus mit dem Walmdach (Nr. 49a) sieht man auch am Luftbild 1940, westlich davon (also westlich heute Plonergasse) ist noch alles unbebaut.

    Dass zwischen 1940 und 1943 gebaut wurde, kann ich mir schwer vorstellen, danach müsste die Umfahrungsbahn auf alle Fälle zu sehen sein, zumindest bis schnell nach dem Krieg. Die Gleise wurden meines Wissens damals sofort entfernt, da sie anderweitig benötigt wurden.

    1. Habe mir gerade das Luftbild 1946 angeschaut, da ist westlich der heutigen Plonergasse auch noch alles unbebaut!

      Übrigens: Man sieht hier noch gut die Umgehungsbahn, die Kreuzung mit der Wiesengasse fand bei dieser Kurve unmittelbar östlich des Schrebergartenstreifens vor diesem einzelstehenden Haus statt

    2. Interessant ist dann das (über-) nächste Luftbild vom Juli 1953. Da hat in diesen Wiesen westlich der heutigen Plonergasse inzwischen schon eine rege Bautätigkeit stattgefunden. Wenn man genau schaut und möglichst vergrößert kann man noch Spuren der Umfahrungsbahn entdecken.

  14. Den Sowjetstern bzw. den Obelisk dazu erkennt man eindeutig. Also nach dem 2.WK.
    Ich schließe mich der Datierung nach 1953 (und vor 1958) aufgrund der Luftbildvergleiche an.
    Das erdgeschoßige Häuschen auf der heutigen Kaufmannstraße 33 stand nach dem Krieg (1947) noch nicht und muss zwischen 1947 und 1953 enstanden sein (ich glaube dazu gibt es schon einen Photobeitrag).
    Weiters dürfte das Haus mit dem Zeltdach in der heutigen Resselstraße 33 (u. kleinem Balkonvordach, an der Ecke des Durchstichs zur Premstraße) ein typisches „Nothaus“ sein, das möglicherweise noch im Krieg errichtet wurde – sieht jedenfalls sehr dem Welzenbacherhaus in Absam ähnlich.
    Der Sportplatz bestand 1953 schon (und man planierte dort die Umfahrungsbahntrasse weg). Die Gebäude dazu wurde aber erst zwischen 1953 und 1958 errichtet. Der Trassen verlauf ist hier https://www.openrailwaymap.org/ übrigens grob kartiert (in größter Zoomstufe in Innsbruck erkennbar)
    Der Kamerastandort war meiner Meinung nach an der Oberkante des Steinbruchs über dem Stubaitalbahntunnel, Seehöhe ca. 717m lt ÖRK, somit ca. 140m über dem Talboden.
    Von der Umfahrungsbahn sieht man tatsählich nichts wirklich erkennbares. Mit viel Phantasie könnte man den schrägen Strich am Ende der Gerhart Hauptmannstraße (damals nur Feldweg) als noch intakte Bahntrasse interpretieren, evt. sogar mit Oberleitungsmasten.

    Was mich vermuten lässt, dass die Aufnahmen näher bei 1953 als bei 1958 einzuordnen ist, sind Details
    1) bei der Reihenhaussiedlung Mosergasse: Dort scheinen bei den südlichen Doppelhäusern nordseitig noch
    Gerüste zu stehen.
    2) Der Wohnbau Amraserstraße 133 ist noch im Rohbau.
    …jetzt wär noch itneressant ob man weit im Hintergrund den Silo in Pill erkennt, falls dieser damals schon stand (woebi der Vorgägnerbau auch recht markant war)

    1. Da die Amraser See Straße bei Nr. 115 aufhört, nehme ich bei 133 einen Tippfehler an. Meinten Sie 122? Das Gerüst und den Rohbau sehe ich beim Haus Premstraße 2/2a, die Nr. 122 dahinter mit den vielen Dachgauben steht schon.

      Das Silo in Pill sehe ich auch auf aktuellen Bildern nicht. Wahrscheinlich schaue ich auf die falsche Stelle.

      1. Tippfehler. Meinte 132 (und 130), den Piller Silo (oder die Mühle?) meine ich etwas rechts hinter der Damenstiftskirche in Hall zu erkennen.

  15. Wenn, dann Geyrstraße (Abfahrt zum jetzigen DEZ) – nicht Gerhart-Hauptmann Straße!

    Wenn man das 1946er Luftbild (auf dem man ja die Bahntrasse sehr gut sieht) mit dem von 25.7.1953 vergleicht, kann man auch hier noch viele Spuren der Umfahrungsbahn entdecken. Wie schon Herr Hirsch weiter oben erwähnt: Das Teleobjektiv (und auch der andere Blickwinkel) verwischt bei unserem Bild diese Spuren.

    1. Bingo – Herr Roilo hat 100 Punkte. Genau das ist das Widerlager von der Umgeungsbahn. Rechts im Bild fährt eine Igler mit angehängten sog. Haller Kübel Richtung Bretterkeller.

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