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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Aus Leserkreisen… Krankrake – Stadtplan

Aus Leserkreisen… Krankrake – Stadtplan

Ich wurde von unserem Leser ersucht in die eifrige Diskussion zur Freisingstraße und die Friedhofsportale noch einen Ausschnitt aus einem Stadtplan nachzulegen.

Dieser ist praktischerweise nicht datiert, bietet dafür ein paar schöne Details. Die Friedhof-Allee zum Beispiel.

(Foto: privat)

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare
    1. Zur Datierung habe ich eine Frage:
      Mein Urgroßvater hat von 1900 bis 1934 im Haus Müllerstr. 27 gewohnt. Auf diesem Plan steht in diesem Bereich zwischen A.Hofer- und Speckbacherstr. aber kein einziges Haus, – auch nicht an den beiden Straßen in diesem Bereich.
      Muss diese Karte also nicht viel älter seiin?

      1. Da bin ich zuerst auch hereingefallen. Der Schöpfer dieses Stadtplans hat sich die Arbeit sehr einfach gemacht und die bebauten Flächen großteils pauschal unstrukturiert zwischen den Straßen gelb-orantsch gefärbt…außer es war wirklich ein Einzelhaus. Auch die Zeile der kleinen Häuschen stadtauswärts links hat er durch ein schmales Rechteck visualisiert. Die dunkelrotbraunen Gebäude sind alle irgendwie öffentlich und unbewohnt.

      1. Glaube ich nicht, die Egger Lienzstr. geht lt. Google maps mindestens bis zur Einmündung Karwendelst. Was mich eben wundert ist, dass der Fürstenweg ja immer in der Höttinger Au war und nie auf dieser Innseite.

        1. Es hat mehrere Fürstenwege gegeben, oder, wie ich auch gelesen habe, einen einzigen zickzackförmigen, zunächst vom Tiergarten bis zur Innsbrücke, dann dem Innrain entlang bis zur heute noch bestehenden Straßenschleife beim ehemaligen Bahnwärterhäusl wieder zurück, der jetzigen Egger Lienz Straße folgend nach Wilten und weiter bis Schloß Ambras. Im Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/kreuzungsbereich/ stehen ein paar Sätze zum Thema.
          So hat es sich der mehrfach zitierte Dr. Geiler vorgestellt (und auch mit zahlreichen alten Landkartenausschnitten untermauert: https://postimg.cc/RJZSHyDV
          Anscheinend ist die Bezeichnung Fürstenweg an zwei Stellen bis ins 20. Jahrhundert erhalten geblieben, der Teil in der Höttinger Au vom Flughafen bis zur Unibrücke und dann bis in die 30er Jahre das komische Stückl am WiFi vorbei bis zum Abzweig Richtung Osten.

          Aber jetzt bitte ich um Verständnis, dass ich passe und die weiteren Wieso und Warums den Profis vom Stadtarchiv überlasse. Aber Du hast auf alle Fälle recht, Walter, es ist auffällig ungewöhnlich.

    1. Durch die nachfolgenden Innverbauungen läßt sich wohl nicht mehr feststellen, wo dieser Fürstenweg zwischen dem „Thiergarten“ und dem Schloß Ambras damals den Inn durch eine seichte Stelle, eine „Furt“ also, überquerte. 2 evtl mögliche Stellen wären im Plan ja angedeutet.

  1. Da hatten wir schon mehrere Beiträge.

    Dieser Fürstenweg war die Verbindung vom Ende der Völser Landstraße nach Ambras. Später war der Fürst zum Weg der Benutzer der Verbindung Schloß Mentlberg – Stift Wilten (Beichte -Spende – Lossprechung) – Schloß Ambras (sehen, wie ein Schloss wirklich aussieht). Mehrere Beiträge in diesem Blog.

    Der „richtige“ Fürstenweg verband den Tiergarten (Pulverturm) mit der Stadt, nasse Füße hat sich da keiner geholt. Dass man beide Fürstenwege bei Bedarf mit einer Fähre verband, möglich.

    Einer meiner Mitschüler jobbte als Student als Aufsteller der Sonntagskuriergestelle (hießen angeblich „Philipp“). Der Aushecker der diversen Standorte hatte offenbar einen etwas alten Stadtplan zur Hand und verwendete eben diesen Fürstenweg als Straßenbezeichnung in der äußeren Egger-Lienz-Straße. Keiner kannte sich aus. Ähnliche Verwirrung stiftete die damals vom Kurier ausgegrabene (70er) völlig unbekannte Bezeichnung „Kaiserschützenplatz“ statt Wiltener Platzl.

    Kleine Besserwisserei, ich muß ja die Linserhausblamage wettmachen: Die Völserstraße bog stadteinwärts beim Bahnübergang in den jetzigen Innrain ab und behielt diesen Namen bis zur Rechengasse, wo dann der Innrain begonnen hat.

    1. … Innrain, weil ja der Inn meines Wissens durch die Rechengasse in die Stadt geleitet wurde und dann irgendwo zwischen Johanneskirche und Marktplatz wieder zurück floß.

      Danke, Herr Hirsch, für die obige Stadtplan-Information: Jetzt lese (auch) ich diese Pläne völlig anders!

  2. Natürlich hatten wir Pradler auch einen „richtigen“ Fürstenweg – anscheinend bis 1908. Damals wurde ja von Hausnummern auf Straßen- und Straßennummern umgestellt und wahrscheinlich wollten die Stadtler (oder Wiltener) nicht, dass es einen zweiten Fürstenweg im Stadtgebietgebiet gibt. Stimmt schon: Wäre auch nicht praktisch gewesen!
    Fürstenweg Nr.10 oder Nr.15 würde sich aber gut anhören – gell, Frau Stepanek!

    1. …und einen gerechtfertigten Anspruch (!!!!!) hätten wir ja darauf, gell – zumindest wir vom Haus Nr 10!!!
      W I R wurden bekanntlich 1582 erstmalig erwähnt, als Anna Caterina Gonzaga von Mantua 1582 (in Worten: Fünfzehnhundertzweiundachtzig!) dieses Anwesen als Erzherzogin Anna Catharina zu Österreich – weil sie da ja ihrem Onkel Ferdinand als zweite Gattin angetraut worden war – mit 15 Jahren -) dieses ANWESEN dem ACHATZI USCHALL, ihrem Cammerdiener, verliehen hat.
      Und zwar:
      1 Behausung, mit Hofstatt zu Brädl; stoßt an 1) u. 2) an der Nachpar allda Gemain, 3) an August Frelichs Erben Syllanger, 4) an den Pach.
      (Der Vater des Achatzi Uschall, Paul Uschall, war neben Hannsen Schauber und Andreas Kenner einer der Commisäre, an welche am 24.5.1564 Schloß, Pflege und Propstey Ombras abzutreten und zu übergeben war)
      Gell, Herr Roilo – fürstlicher gehts wirklich nimmer am alten Fürstenweg von der Hofburg über die Pradler Brücke – und weiter bis Schloß Ambras.

      1. Da muss ich natürlich mit meinem 15er Haus passen bzw. ich müsste nun nachforschen, ob hier vor dem 13.11.1827 vielleicht schon etwas stand. Denn zu diesem Zeitpunkt erst ließ „Josef Mehrle, Bäckermeister zu Pradl, 1 Behausung mit Stadl und Stall und Frühgarten zu Pradl“ erbauen (lt. Kauf v.13.11.1827, fol.1011 Wog und Wig = 226 Qu. Klafter und 5 Grundstücke) – Hausname „Der Böck“ Pradl 23. Mein Großvater kaufte 1908 den nunmehrigen „Pradlerböck“ von der Rauchmühle.

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