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Aufruf An Wirtshaus-GängerInnen Anno 1982

Aufruf an Wirtshaus-GängerInnen anno 1982

An einer der wenigen immer noch unbenannten Straßen in Innsbruck liegt 1970 dieses Wirtshaus. Für Alle, die es noch nicht sofort erkannt haben: Wir blicken auf das Haus Innstraße 83 bzw. die Verbindung zur Nikolausgasse. Jahrzehntelang ein Lokal mit – meines Wissens – zweifelhaften Ruf oder zumindest war es kein Ort, an dem man ein Erstkommunions-Essen veranstalten würde. Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde das Lokal von der Winzergenossenschaft Krems als Lager Innsbruck betrieben. Die Pächter dürften später immer wieder gewechselt haben.

Warum findet sich das Foto hier? Erstens sind wir immer an persönlichen Erinnerungen und Details interessiert, aber es geht auch – Sie ahnen es – um eine Anfrage: Gestern waren zwei Damen im Lesesaal des Stadtarchivs und schwelgten offenbar in Erinnerungen an längst vergangene Wirtshaus-Besuche. Dabei ging es auch um dieses.

Nun habe ich meinen Notizzettel blöderweise im Archiv am Schreibtisch liegen lassen. Daher kann ich nur im Gedächtnis kramen. Im gesuchten Jahr 1982 war ein Ehepaar mit einem ungewöhnlichen Nachnamen die Betreiber. Offen ist aber der damalige Name des Lokals. Und von Interesse sind auch alle in der Zeit angesiedelten Erinnerungen.

Die beiden Damen lesen hier mit, also bitten lassen Sie mich nicht hängen. Ich würde gerne weiterhelfen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Sammlung Kreutz, Kr/Ne-8778)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Wenn man in der Historie ca. 100 Jahre zurückgeht, so findet man den wohlklingenden Namen „Sandwirth“ für dieses Etablissement. Nähere Infos dazu findet man u.a. auch in den Innsbrucker Nachrichten vom Samstag, den 21. Oktober 1876:

    „Geschäfts-Anzeige.
    Hiemit bringe ich einem P. T. Publikum zur gefälligen Kenntniß, daß ich von
    Hall nach Innsbruck übersiedelt bin und das Gasthaus zum „Sandwirth“
    in der Innstraße käuflich an mich gebracht habe. Ich werde, wie bisher gewohnt,
    stets bestrebt sein, nur durch vorzügliche Weine und sehr gute Küche die Gunst
    der P.T. Herren Gäste zu erringen und zu erhalten. Gleichzeitig danke ich den vielen
    Herren Gästen, welche mich so häufig in Hall mit ihrem Besuche beehrt haben
    und verbinde zugleich die Bitte, diese Gunst auch hieher übertragen zu wollen,
    und zeichne mich achtungsvollst
    Karl Mader, Wirth zum „Sandwirth,“ Innstraße 83.“

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