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Arbeitsschutz

Arbeitsschutz

Auf der Seite www.arbeitsinspektion.gv.at steht zu lesen:

„Die Rechtsvorschriften des Arbeitsschutzes sollen den Schutz des Lebens und der Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei ihrer beruflichen Tätigkeit gewährleisten. Durch menschengerechte Arbeitsbedingungen und einen hohen Sicherheitsstandard in den Betrieben werden die volkswirtschaftlichen und betrieblichen Folgekosten von Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen gesenkt.“

Wir betrachten zwei wackere Arbeitsmänner bei ihrem Tagewerk. Sie sind von ihrem Arbeitgeber den o.g. Normen entsprechend ausgestattet: Beide tragen schützende Kopfbedeckungen, die in liebevoller Handarbeit gefertigt wurden. Die Schutzbrillen sind zweifelslos auch beim Gletscherskifahren nützlich. Die Monturen – mit Bügelfalte! – sind gut eingetragen und sorgen für ausreichend Belüftung. Das ist gut gegen Hautpilz. Auch das Schuhwerk des Herrn auf der rechten Seite ist definitiv wasserabweisend. Man könnte noch weitere erfreuliche Betrachtungen anstellen. Jeder Arbeitsinspektor lehnt sich danach zufrieden mit seinem Bier zurück.

Die möglicherweise knospenden Bäume lassen auf das Frühjahr schließen. Vielleicht auf die Tageszeit? Vor dem Neunerlen oder nach dem zweiten Bier?

Dennoch fragen wir uns auch, wo diese vorbildlich geschützten Arbeiter ihr Tagwerk verrichten.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-15.824)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Ich ebenso – wahrscheinlich geht es um den Kleinsten der drei Gaskessel, schnell nördlich vom Hallenbad. Hinter den Autogaragen dürfte die Sill von links nach rechts fließen. Man sieht einen der charakteristischen Masten der EWI-Silleitung, wie sie an mehreren Stellen entlang der Sill zwischen Sillzwickel und Gaswerkbrücke standen, ja sogar ein Stück der Leitung selbst (zwischen den beiden Arbeitern).
    Das langgestreckte Gebäude dürfte die Weberei der Rhombergfabrik sein, die hatte in der Mitte so einen Dachreiter am Giebel (Entlüftung??). Links dürfte man die Rückseite der Rhombergpassage sehen.
    Also genug Anhaltspunkte, um das Aufnahmejahr einzugrenzen.

  2. am 74er Luftbild sind die Kessel noch unversehrt. Und die bauliche Umgebung 1:1 dem Bild entsprechend. Der Zustand 1975 ist am Luftbild nicht ganz klar, die beiden größeren stehen noch, 1976 sieht man noch die Kreisfläche, aber ohne Schatten. Auch die Autos passen dazu.

    Auch nach Rätsellösung ein interessanter Einblick in die damalige Arbeitswelt. Das Auftragen eines alten Anzugs als Arbeitskluft des Hilfsarbeiters wäre nicht nur wegen der Anzugsmuffelei außerhalb des Bankenviertels heute undenkbar. Wenigstens trug der Mann eine Schweißerbrille. Was hält er eigentlich in der rechten Hand? Ich vermute einen Gasanzünder, damals gab es solche Modelle. Das wird auch seine Aufgabe gewesen sein, bei Bedarf die Brennerflamme zu entzünden. Der Meister am Schneidbrenner hatte mit Schurz und Stiefel hingegen eine Art Berufskleidung an.

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