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Apotheose Kaiser Maximilian I.

Apotheose Kaiser Maximilian I.

Kaiser Maximilian I. starb am 12. Jänner 1519. Noch im selben Jahr fertigte der Dürer-Schüler Hans Springinklee den hier abgebildeten Holzschnitt an. Obwohl viele Werke Hans Springinklees die Zeit überdauert haben, ist über seine Leben wenig bekannt. Geboren wurde er vermutlich zwischen 1490 und 1495 in Nürnberg. Die erste schriftliche Erwähnung Hans Springinklees stammt aus dem Jahr 1520, als er vom Nürnberger Rat beauftragt wurde, anlässlich des bevorstehenden Besuchs Karl V. die privaten Räume auf der Burg zu dekorieren. Aus den Jahren 1513 bis 1522 existieren datierte Holzschnitte des Künstlers.

Hans Springinklee arbeitete in der Werkstatt Albrecht Dürers, wo er an vielen von Kaiser Maximilian I. in Auftrag gegebenen Werken mitarbeitete: Für die „Triumphpforte“ Kaiser Maximilian I. entwarf er sieben der insgesamt 24 Szenen. Gemeinsam mit Albrecht Dürer und anderen Künstlern war Springingklee an der Entstehung des „Triumphzugs“, für den er 23 Vorlagen lieferte, beteiligt. Auch für den „Weißkunig“ erarbeitete er einige Vorlagen. Zudem war der vielseitige Künstler als Buchillustrator in Nürnberg sehr gefragt.

Die 1519 entstandene „Apotheose Kaiser Maximilian I.“ zählt zu den besten Werken Hans Springinklees: Dargestellt ist die Aufnahme Kaiser Maximilian I. in den christlichen Himmel. Maximilian I. ist demütig kniend vor Gott dargestellt, ihn umgeben sieben Heilige als Fürsprecher – Maria mit dem Jesuskind, sein Namenspatron der Hl. Maximilian und die Heiligen Georg, Andreas, Sebastian, Barbara und Leopold. Die Schriftbänder im Bild geben Verse aus einem im 12. Jahrhundert entstandenen Stundengebetsbuch wieder.

Dieser wunderbare Holzschnitt kann im Museum Goldenes Dachl aus nächster Nähe bestaunt werden.

(Stadtarchiv Innsbruck, Bi-3809)

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