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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Wir Hatten Einen Dienstgang XXIV – Auflösung

Wir hatten einen Dienstgang XXIV – Auflösung

Natürlich wurde sofort erkannt, wo wir uns letzte Woche befunden haben: Auf dem Areal der Spielzeugfabrik und Villa Hammerl. Aufnahmeort des (viel zu leichten) Rätselfotos und des heutigen Titelbildes war das Flachdach der Villa, von dem ich keine Ahnung hatte, dass es selbiges gibt – obwohl ich nun sehe, dass man es mit geübtem oder wissendem Blick auf Google Maps durchaus erkennen kann.

Gut erkennen kann man auf dem Titelfoto auch den wohl einzigen in der Form noch erhaltenen Bombentreffer in Innsbruck – der von außen durch Plakatwände verborgen bleibt. Die Hammerlvilla habe ich 2022 hier als „schlummerndes Kleinod“ vorgestellt und mich gefragt, wer wohl das Areal wann aus dem Dornröschenschlaf wachküssen wird. Diese Frage kann man seit dem heurigen Sommer beantworten und in einem 20er-Artikel nachlesen, der – ganz zufällig(?) – den Titel „Wachgeküsst“ trägt.

Die Architektin Julia Pohl, die das Areal für die nächsten fünf Jahre gemietet hat, hat uns eingeladen und uns zusammen mit einem Mitstreiter eine ausführliche und beeindruckende Führung durch das Areal gegeben. Vom Flachdach, über den Bombenschaden, den Ausstellungsraum, die Überbleibsel der Fabriksmaschinerien, Keller, Dachböden… Wirklich, schon mehr ein Großod als ein Kleinod. Man kann nur ins Schwärmen kommen. Aber gleichzeitig möchte man angesichts des aktuellen Zustandes und der Arbeit sowie der Kosten die Augen schließen und davonrennen. Bevorzugt in die nächste Lottoannahmestelle, ein Hauptgewinn würde so manches erleichtern. Deswegen gebührt mein allergrößter Respekt all jenen, die sich dieser Mammutaufgabe stellen und ich bin schon sehr gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickelt.

Untenstehend nur ein paar wenige Einblicke. Um das Gesehene wirklich gut festhalten zu können, bräuchte es besseres fotografisches Gerät als mein Handy – zum Glück wird auf dem Areal gut und professionell dokumentiert. Ich gehe davon aus, dass es da einmal eine tolle Ausstellung geben wird. Im Rahmen des Kunstfestivals „Premierentage“ wird das Areal vom 5. bis 7. November übrigens seine Pforten für die Allgemeinheit öffnen…

(Fotos: Privat)

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