Das Leben ist kein Ponyhof
Wer einen Nachwuchsreiter oder eine Nachwuchsreiterin zu Hause hat, kennt neben „Bibi und Tina“ wohl auch den Nattererboden und vermutlich sogar die Namen aller Ponys, die dort ihr Zuhause haben.
Ursprünglich als Jesuitenhof bekannt, reicht seine Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück und damit deutlich weiter als jene des heute vertrauten Schaubauernhofs. Später wurde der Hof von der Familie Hochegger, den Vorfahren der Familie Albert, die ihn heute bewirtschaftet, übernommen.
Betrachtet man den Hof heute, fallen die zahlreichen An- und Umbauten auf. In der Stube sind jedoch noch immer die Fenster der einstigen Jesuitenkapelle zu erkennen. Eines der ältesten Bauwerke des Hofes, wenn auch nicht aus dem 13. Jahrhundert, ist der rund 300 Jahre alte Weinkeller.
Ebenso erwähnenswert ist der Jesuitenbrunnen, der 1845 angelegt beziehungsweise gegraben wurde. Nachdem die Kette des Brunnens gerissen war, wurde er stillgelegt und vergessen. Erst 1978 wurde er bei Bauarbeiten wiederentdeckt und anschließend restauriert.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Sommer-7-58, Ph-Pl-11174)