Monströs
Heutzutage fällt eigentlich hauptsächlich der Turm mit dem Hubschrauberlandeplatz auf, wenn man auf die Chirurgie schaut. Aber dass das eigentliche, im Jahr 1966 fertiggestellte Chirurgiegebäude an sich schon monströs ist, vergisst man manchmal beim Vorbeigehen. Hier ist ein Foto von Richard Frischauf zu sehen – vermutlich relativ bald, nachdem der Neubau entstanden ist. Frischauf hatte ein besonderes Händchen dafür, monströse Gebäude irgendwie stilvoll abzufotografieren – auch hier ist das sehr gut gelungen. Zum Neubau der Chirurgischen Klinik wurde hier bereits berichtet.
(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-5448)
Die Rettungshubschrauber landeten damals noch auf der Wiese (am Bild) westlich vor der Chiurgie an, heute wie von Frau Fritz beschrieben auf der Plattform über dem Liftturm
bei einer zwischenzeitlichen Sanierung der Chiurgie hatte BD Thomas Angermair die damals gebräuchlichen Hubschrauber-Personen-Netzkörbe dort deponiert um diese im Gefahrenfall auch an den Baukran hängen zu können, nur Hubschrauber wäre für ein so großes Gebäude zu wenig gewesen.
Dies wurde natürlich damals von der BFI und den Freiwilligen beübt. Vielleicht finden sich in den BFI-Archivbeständen noch Fotos davon.
https://postimg.cc/9RmrsLZ0
Und um den Piloten zu fordern hat man gleich noch ein paar Bäumcen gepflanzt https://postimg.cc/9RmrsLZ0
Es handelt sich um eine Ecureill, Leider ist das Kennzeichen unnötig verkünstelt sodass man (ich halt) es nicht lesen kann D-HM?? OG GG OO – ist jetzt auch nicht wichtig. Die Landung neben dem Hochhaus der Klinik und den Häusern der Innerkoflerstraße mit ihrer Straßenbeleuchtung war nicht grade normal. aber wo sonst. Der Zugang zur Klinik erfolgte dann im Laufschritt über die hinten und auch am Titelbild sichtbare Treppe. Am Zaun natürlich jede Menge Zuschauer.
Einmal soll ein deutscher Heereshubschrauber mit einem Verletzten an Bord gelandet ein. Nachdem der Verletzte versorgt war, genehmigten sich die Piloten eine Brotzeit und ließen ihre mächtige Bell UH1 einfach stehen. Aufruhr, Zeitungsmeldung, und ehrenhafte Erwähnung in der Höttinger Nudl.
Das Klinikmonster war halt zweckmäßig gebaut. Ein Mittelgang hinter dem Fensterstreifen an der Schalseite und links und rechts möglichst viele Zimmer für Patienten und Personal. Mit zwei Sonnendecks im obersten Stock. Der Bettenturm war und ist ein Aufzug- und Abstellanbau mit endlich einem gefahrlos anfliegbaren Landeplatz.
Ganz in der Nähe befand sich auch das Universitätsinstitut für Meteorologie. Der plötzliche Querriegel soll auch die Windmessungen neu definiert haben.