Im letzten Moment
Vermutlich befinden wir uns im Jahr 1935, weil in diesem Jahr das zentrale Gebäude in diesem Foto abgebrochen wurde. Ein wohl rares und somit wertvolles Dokument der peripheren Stadtgeschichte. Naja. Das ist eine Frage des Blickwinkels.
So eine richtige dörfliche Szenerie. Die Hausdächer sind noch mit Steinen beschwert. Ein typisches Zeichen „alter“ Häuser. Vermutlich wird so was in den touristischen Gebieten heute nachgebaut: Kupferdach, darüber aufgeklebte Schindeln und ein paar verschraubte Steine. Vielleicht sind die Steine auch aus Kunststoff. Ist billiger und die Touristen finden es trotzdem richtig alpin.
Zurück zu unserem Foto: Interessant ist die offenbar nicht gestellte Straßenszenerie. Fuhrwerk, Radfahrer, Passant. Keiner schaut in die Kamera. Interessanterweise scheint die Straße schon asphaltiert zu sein.
Ich bin weitgehend (aber nicht ganz!) sicher, dass diese „Location“ wie immer auch dieses Mal recht schnell lokalisiert werden wird.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-7268)
Pradlerstraße 7 gegenüber von Frau Stepanek – Beginn Reichenauerstraße – ein Wahnsinnsbild! Danke
Im Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/etwas-verloren/comment-page-1/#comment-1726 wurde schon viel darüber geschrieben und diesml bin ich Frau Stepanek zuvorgekommen! Guten Morgen, Frau Stepanek!! 😉
Viel steht ja heutzutage nicht mehr: Rechts das Hauseck des Sailerhauses Pradlerstraße 9 (Metzgerei Sailer – Metzgerei Mungenast – Sport Kiefer) und das Haus mit dem Ziegeldach (Reichenauerstraße 4)
Guten Morgen, Herr Roilo! So verwahrlost wäre das gewesen? Ich weiß nicht… und der „Sims“, der von rechts ins Bild ragen würde? – zu „uns“ gehört er ja nicht….
Ich habe einen Satz im Ohr – seit über 50 Jahren – und dieser Satz lautete: „Der Kreutz hat gsagt ‚Mei, von dem Haus gibts sonst überhaupt koa Foto – taten Sie mirs schenken?‘ – Ja freilich – und er tats nacha für teuers Geld verkaffn – ans Stadtarchiv – oder an a Zeitung – oder so. Nix da! – des Foto bleibt bei uns!“
E i n m a l hab ichs gesehen … mehr kann ich nicht erzählen.
(Und wenn das Haus neben der Schmiede gewesen wäre und den Eingang der Kärntnerstraße blockiert hätte? Siehe „Schönegger“ Seite 254, digitaler franziszäischer Kataster – aber da ist wohl eher, ich gebs zu, der Wunsch der Vater des Gedankens…)‘
Ich nehme hiemit alles zurück!!! Jetzt erkenne ich erst die Dächer vom Schnaller-Häusl links und die Gartenmauer und das Haus zwischen „alter“ und „neuer“ Reichenauerstraße, jenes Haus, an dem einst südlich der Bus hielt…
Hat Herr Kreutz doch noch irgendwo ein Foto aufgetrieben?