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Zukunftsweisend!

Zukunftsweisend!

Im Mai 1929 begannen in der Innsbrucker Innenstadt Gleisbauarbeiten der Lokalbahn-AG. Neben dem Austausch der alten Rillenschienen zwischen dem Burggraben und der Bruneckerstraße wurde „in der Museumstraße zwischen der Einmündung der Bruneckerstraße, dem Bahnviadukt und der Ing.-Etzel-Straße“ auch ein doppelgleisiges Gleisdreieck verlegt.

Die neuen Schienen wurden einbetoniert. Binnen drei Wochen waren die Arbeiten abgeschlossen.

„Das Gleisdreieck, das sechs Wechsel und vier Gleisüberschneidungen aufweist, wird zur schnelleren und sichereren Abwicklung des Verkehrs beitragen. Jener Wechsel, der von den in der Richtung vom Burggraben kommenden Wagen bei der wahlweisen Befahrung der Strecke nach Pradl oder nach dem Saggen zu betätigen ist, wird als erster elektrischer Wechsel nach in München gebräuchlicher Art gebaut. Hiebei wird aber schon auf die bevorstehende Umstellung des Verkehres auf Rechtsfahren Rücksicht genommen, die wahrscheinlich schon heuer im September erfolgen wird. Von diesem Zeitpunkt an wird in Innsbruck der erste elektrische Wechsel vom Wagen aus lediglich dadurch betätigt, daß der Wagenführer entweder mit eingeschaltetem oder stromlosen Motor die Weiche passiert. Die Lichtsignale, die die Stellung der Weiche anzeigen, werden an einem Tragpfeiler der Ueberführung des Bahnviaduktes angebracht werden“, so die Innsbrucker Nachrichten am 6. Juni 1929.

Auf das Betonieren folgte das Asphaltieren.

Gottfried Newesely hat die Gleisbauarbeiten in der Museumstraße mit seiner Kamera festgehalten. Seine Aufnahmen eröffnen seltene Einblicke in Arbeitsalltag und -abläufe auf einer solchen Baustelle.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Sammlung Gottfried Newesely)

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