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Was Ist Ein Akzis? Und Warum Braucht Er Ein Häuschen?

Was ist ein Akzis? Und warum braucht er ein Häuschen?

Wie auf den zweiten Blick unschwer zu erkennen ist, befinden wir uns in der unteren Leopoldstraße. Das Waffengeschäft Peterlongo, das wir im Hintergrund erkennen, wird bereits am linken Rand von der Triumphpforte verdeckt.

In der Mitte des Bildes erkennen wir eines der sog. Akzis-Häuschen. Nur, was ist ein Akzis? Akzise sind seit dem Hochmittelalter an zahlreichen Stadtgrenzen eingehobene Binnenzölle bzw. Verbrauchssteuer. Meist wurden diese Abgabe auf Lebensmittel, Vieh und Getreide erhoben. Da die Grenzstraße wie die Maximilianstraße bis zur Eingemeindung Wilten 1904 hieß, auch die Grenze bildete, wurde hier bis Ende 1903 der Zoll eingehoben. Dies verteuerte die Waren von auswärts.

Auf unserer Aufnahme, um 1907, ist das Akzishäuschen schon einem profanen Zweck zugeführt: der umtriebige Geschäftsmann Loys Singer betreibt hier den „Wiener Bazar“ für Galanterie- und Kurzwaren und Nürnberger Glas und Porzellan. Als das Akzishäuschen 1908 abgebrochen wurde, verlegte er das Geschäft in eine seiner anderen Niederlassungen in der Schlossergasse 12.

Das „Milch-Geschäft“ und die „Milch Trinkhalle“ können in den Adressbüchern nicht nachgewiesen werden.

Auf den Säulen kleben bereits werbewirksam Plakate mit dem Aufdruck „Wegen Abbruch…“. Wenig später entstand hier das Hotel „Goldener Greif“.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Signatur: Sommer-4-275)

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