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Was Ist Denn Das (gewesen)?

Was ist denn das (gewesen)?

Ein sehr kleines Gartenhäuschen mit zwei großen Terrassen? Ein Schießstand? Ein Zuschauerbereich eines Veranstaltungszentrums?

Es war eine besondere Einrichtung. Heute ist diese weitgehend vergessen.

Aber wo? Was? Wer? Wie?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Signatur: Kr/Ne-3905)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Auch wenn ich Heiterkeit hervorrufe, meine erste Assoziation war eine Sonnenbadeeinrichtung, getrennt für Männlein und Weiblein. Wegen des vermuteten Innsbruckbezugs tippte ich auf eine Lage beim ehemaligen Schwimmbad Schönruh oder beim Lanser See. Ganz am Anfang hatte den Rechenhof im Verdacht, aber da hätte das Foto vermutlich Hoch- und nicht Querformat.

    Aber nun systematischer, zuerst die räumliche Einordnung:
    Man sieht im Hintergrund Rumer Spitze und Kreuzjöchl – gefühlsmäßig aus Südsüdost, da man die östlichen Flanken der Rumer Spitze einsehen kann. Das Objekt dürfte im Bereich des südöstlichen Mittelgebirges liegen, die Nordkette ist doch schon etwas entfernt. Aufgrund der Blickrichtung und der Entfernung würde ich auf den Bereich Rinn – Judenstein – Tulfes tippen, eventuell auch noch Sistrans – Ampass.
    Zeitliche Einordnung:
    Schwarz-Weiß-Foto mit hoher Bildschärfe – vermutlich 1930er bis 1950er Jahre.
    Das Was:
    Die Anlage ist nach Süden bis Südwesten ausgerichtet, einen hohen Stellenwert scheint der Sichtschutz zu genießen. Eine gastronomische Einrichtung ist für mich auszuschließen, da bräuchte es Platz für Küche etc., und die blickdichten Bretterwände erschweren die Aussicht. Außerdem wäre es selbst für eine Jausenstation viel zu klein.
    Ich vermute etwas aus der Kategorie Bauernbadl oder eben Sonnenbad. Ein Bauernbadl würde aber ziemlich sicher über Kabinen verfügen, was hier nicht der Fall ist. Der mittlere Teil dürfte dem Aufgang von der Rückseite dienen, zusätzlich aber auch als Sichtschutz zwischen den beiden seitlichen ungedeckten Bereichen. Daher fixiere ich mich auf eine Anlage zum Sonnenbaden.
    Für eine isolierte Anlage scheint es mir sehr klein, also stelle ich es mir als Nebengebäude einer Badeanstalt (See- oder Freibad) oder Hotels vor. Es könnte aber natürlich auch eine Einrichtung eines Vereins sein. (KdF oder so).
    Ein Durchscannen der vermuteten Gegend auf älteren Luftbildern ergab bei mir leider kein Heureka-Erlebnis. Historische Aufnahmen von Lavierenbad bei Rinn in Google sehen anders aus. Beim Schwimmbad Schönruh fehlt der südexponierte Gegenhang.
    Aus zeitlichen Gründen muss ich jetzt leider abbrechen, aber vielleicht kann ich anderen Ratern einen Denkanstoß liefern. Martin (Schönherr), das wäre dein „Revier“!

  2. Elmar Berktold, ich übernehme
    zuerst hätte ich auf Lavierenbad getippt, das erscheint mir aber zu weit östlich.
    Nun würde ich auf Badhaus/Igls tippen. Dort gab es ja ein Moor- und Eisenbad. Auf dem Luftbild erkennt man aber in der Nachkriegszeit dort nichts.
    Daher spekuliere ich vorerst nur weiter. Was könnte es sonst sein? Es hat einen gedeckten Bereich, wie er bei Lungenheilanstalten in Verwendung war.
    Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Nutzung in der Nähe des Herzsees war. Vielleicht als Ergänzung zu einem Hotel oder einer Sommerfrische.
    Das wird sich für mich wohl nur mit dem Lesen von Ortschroniken lösen lassen.
    Ich übergebe wieder…oder doch nicht….
    Räumlich erinenrt mich das Objekt an die sehr kleinen Sonnenveranda des Klosters Kronburg.
    Die Erosionsfläche am Hang hinter dem Gebäude erinnert mich an etwas was ich aus der Nähe kenne.
    Im Raum Innsbruck gibt es einen Gegenhang auf den die räumliche Situation des Kloster Kronburg passen würde.
    Egerdach. Zwar stand die Hautpanlage auf der Schattenseite, aber vielleicht gab es an Stelle des heutigen Kinderdorfes früher eine solche Veranda – und zwar ungefähr dort, wo man jetzt bei den Schrebergärten zur Kläranlage runtergehen kann. Das Luftbild 1940 sieht hier verdächtig aus.

  3. Zur Verwendung des Gebäudes:
    Ich vermute, dass es ein Gebäude war, um witterungsschützt zu nächtigen (wie z.B. in Lungenheilanstalten). Auch Heliotherapie (medizinisches Sonnenbaden) wäre dort denkbar.

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