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Unterwegs Mit Pfarrer Göhlert XI

Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XI

Grau in Grau – so präsentiert sich die Stadt an diesem nasskalten Tag im Jahr 1949. Auf den Bergen über uns liegt noch (oder schon?) Schnee, herunten im Tal hat der Regen eine Pause eingelegt, sodass sich für die beiden Radler zumindest einen kurzer Ratscher ausgeht. Wir nützen hingegen die Zeit, um uns umzusehen. Vier Jahre ist es nun her, dass der Zweite Weltkrieg mit der Befreiung durch die Alliierten für uns zu Ende ging – die Spuren des Krieges sind aber nach wie vor auf Schritt und Tritt zu sehen. Unmittelbar vor uns erhebt sich eine dieser bislang nur notdürftig hergerichteten Ruinen, in denen sich aber schon längst wieder das Leben regt. Links im Bild sehen wir vermutlich die Redaktion der sozialdemokratischen Volkszeitung, in der Bildmitte lockt eine Imbissbude mit Pommes frites und ganz rechts im Bild können wir eine Bank ausmachen. Gelingt es Ihnen anhand der Anhaltspunkte zu enträtseln, wo wir uns befinden? Und wo wir gerade dabei sind, würde uns natürlich auch brennend interessieren, wohin die beiden Linienbusse fahren… und dann, wir sind ja so neugierig, wüssten wir noch gerne, was für ein fesches Motorrad wir da sehen… viel Spaß!

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Sammlung Kreutz-Göhlert)

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare
  1. Die Örtlichkeit kann ich leider nicht identifizieren, aber es handelt sich offensichtlich um einen großen Platz, da trotz der zwei
    abgestellten Busse immer noch genügend Raum für den Verkehr ist.
    Beim Motorrad bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um ein Puch Motorrad handelt. Weil 2Takt Motor war der Tank geteilt und
    hatte zwei Einfüllstutzen, einen für Benzin den anderen für Öl. Am Foto kann man den rechten Tankdeckel erkennen.
    Es dürfte ein Baujahr etwa aus den 1930er Jahren sein, da die Maschinen noch keine Vollnaben hatten, zu erkennen am Vorderrad.
    Die Vollnaben kamen erst ab 1953/54, zumindest für Motorräder ab 175 ccm. Mein erstes Motorrad, welches ich mir 1970 kaufte,
    war eine Puch SG, 250 ccm. Das Motorrad war unverwüstlich, danach folgte eine Ducati Scrambler mit 450 ccm. Bin bis heute
    begeisterter Motorradfahrer.

  2. Am rechten Bus entziffere ich eindeutig die Zielbeschilderung „D DÖRFERLINIE“, die heutige Linie 501. Doch beim linken muss ich leider passen. Der eingetrocknete Dreck am Bus würde mich heute eine Vorortlinie vermuten lassen, ob das angesichts schlechter Straßenzustände auch in der Stadt damals ebenfalls so zu deuten war, bin ich mir nicht sicher.
    Ich bin mir auch nicht so sicher, ob dieser Tag wirklich feucht war, denn am Gehsteig links und auch im Fahrbahnbereich sind abseits der wassergefüllten Schlaglochlandschaften großflächige offenbar trockene Stellen zu erkennen

    1. Herr Lintner, wäre auch mein Tipp, aber nur mit Vorderansicht ist eine Bestimmung fast nicht möglich.
      Eine Seitenansicht würde eine Zuordnung erleichtern.

  3. Ich bin auch der Meinung, dass das Foto eindeutig den Südtiroler Platz zeigt.

    Nachdem damals nicht allzu viele Buslinien dort vorbeiführten kann man die Linie doch recht gut eingrenzen:
    F Hbf. – Lohbachsiedlung
    H Hbf. – Hörtnaglsiedlung (nur werktags in der HVZ)
    K St.Nikolaus – Hbf – Amras (zeitweise eingekürzt auf Hbf-Amras)
    N Hbf. – St.Nikolaus (nur werktags in der HVZ)
    S Hbf. – Solbad Hall (Schnellverkehr)
    und natürlich die schon angesprochene Linie D Dörferlinie.

    Aufgrund des Schriftbildes im Zielschild des Magirus O 3000 dürfte es eher eine der ersten beiden Linien gewesen sein.

    Bemerkenswert finde ich auch den damals nagelneuen Fiat 1100 mit einer Zulassung aus Palermo(!) direkt hinter der Radfahrergruppe.

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