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Schon Wieder Das Schwarze Auto

Schon wieder das schwarze Auto

Kürzlich sahen wir in den späten 1940-er Jahren ein schwarzes Auto vor einem Haus stehen. Genau das sehen wir auf diesem Bild wieder – allerdings vor einer anderen Häuserzeile. Ob es sich um das gleiche oder dasselbe oder einfach um irgendein anderes schwarzes Auto handelt, kann hier nicht abschließend geklärt werden.

Interessant zu sehen ist hier aber ein anderes Detail, das inzwischen weitgehend verloren gegangen ist: die hölzernen Fensterläden. Diese Produkte feiner Handwerkskunst konnten geschlossen, geöffnet oder auch gekippt genützt werden. Da sie aber regelmäßig gestrichen, geölt und ausgehängt werden mussten sind sie in Nordtirol weitgehend verschwunden. Südlich des Brenners schätzt man ihre temperaturregelnde Wirkung bis heute.

Doch zurück zum einzig (?) Wichtigen:

Wo sind wir?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Signatur: Ph/A-24.372-24)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
    1. Also Meinhardstraße, von Nord nach Süd – das Gegenfoto sahen wir schon einmal. Links war der offene Sillkanal.

      Zu den hölzernen Fensterläden: Man sieht, dass man im 2. Stock zu bequem war, die Jalousin auszutauschen – da sind noch die Winterfenster drinnen! Dabei sind das eh schon modernere wie wir sie in der Pradlerstraße 15 hatten. Ich weiß noch, was für eine Arbeit das jedes Jahr im Frühjahr war. Übern Winter waren sie im Dachboden gelagert, man musste sie reinigen, dann richtig einhängen. Sie waren wohl nummeriert – aber….! Im Herbst gings dann umgekehrt los. Ab und zu ist ein Flügel auf die Straße gefallen, es wundert mich heute noch, dass bei dieser Arbeit nie einer von uns hinunterfiel!

  1. Frage zum Foto Handelskammer, Meinhardstrasse: kann mir jemand sagen, wie der Sillkanal vom Gedeon & Hiebler (RAIKA Adamgasse) zur Meinhardstrasse hinübergeflossen ist, unter den Häusern?? Oder ums Eck beim Boznerplatz?? Überhaupt müssen jede Menge kleine Brücken entlang des Kanals gewesen sein….Danke

    1. Der Sillkanal floss zwischen Adamgasse und Meinhardstraße unter den Häusern (Brixnerstraße 2), streckenweise auch unter Häusern der Adamgasse und zwischen Salurnerstraße und Heiliggeiststraße. Unterfahren wurde z.B. die Mentlgasse, Heiliggeiststraße, Salurnerstraße, Brixnersraße, Museumstraße, Dreiheiligenstraße, Ing. Etzel Straße, Zeughausgasse etc.
      Ich habe schon einige Male über „innsbruck.erinnert“ beim Stadtarchiv angefragt, ob es irgendeine Dokumentation über den Sillkanal gibt – wäre sehr interessant!

    1. Das ist ja ein interessanter Artikel – für Historiker, Techniker und vermutlich für alle Innsbruck-Interessierten gleichermaßen spannend zu lesen. Und von keinem Geringeren als Rudolf Tschamler verfasst. Vielen Dank, Herr Roilo!

      Ob die im Jahre 1891 noch als verschollen geglaubte alte Sillordnung von 1553 inzwischen aufgetaucht ist, oder noch immer auf ihre Entdeckung wartet? Vielleicht in der Stifts-Bibliothek Wilten? Ein Relief vom Sillkanal wie er hier beschrieben wurde, mit sämtlichen Einbauten und Anlagen versehen, wäre eine tolle Sache. Richtig groß, inkl. technischer u. sonstiger Daten und Hinweise, und dann irgendwo aufgestellt, wo es einen Bezug zum Kanal gibt, z. B. beim Zeughaus – evtl. eine herausfordernde Aufgabe für Studierende der Vertiefungsrichtung Wasserbau.

      Weiß jemand von den Leser*innen woher der Bretterkeller seinen Namen hat? Im Artikel werden die Begriffe „Bretterwerk“, „Schwellbäume oder Bretter“, „hölzerne Verwandungen und Rinnwerke“ erwähnt. Name und Standort des Ausflugsgasthauses ließen eine Verbindung zum Sillkanal zu. Vielleicht war aber der ursprüngliche Bau ganz einfach nur aus Brettern gezimmert …

      Und noch eine zweite Frage hinterher: Auch über den Sillkanal führten Brücken. Eine davon mit dem klingenden Namen „Fürstenwegbrücke“. Hatten die Kanal-Brücken ebenfalls alle einen Namen?

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