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Schaut Aus Wie 1809 …

Schaut aus wie 1809 …

… aber natürlich sind wir nicht so weit zurückgereist, sondern in den 1920er-Jahren gelandet. Wir sehen Mitglieder des katholischen Burschenvereins „Edelweiß“, die sich vermutlich für eine Theateraufführung in Schale geworfen haben; der Aufmachung nach dürfte ein Stück aus der Zeit der Napoleonischen Kriege am Programm gestanden sein. Theateraufführungen bildeten einen festen Bestandteil des Vereinslebens (als Bühne diente meist das Arbeiterinnenvereinshaus in der Innstraße 107), wobei neben christlich konnotierten Stücken auch Lustspiele und historische Dramen zur Aufführung gelangten.

Der Verein, eine Vorfeldorganisation der katholischen Kirche, war am 17. April 1921 im Pfarrsaal St. Nikolaus gegründet wurden und entwickelte sich binnen fünf Jahren zum angeblich „größte[n] und stärkste[n] Jugendverein in Innsbruck“. Zu Ende der 1920er-Jahre unterhielt der Verein sogar ein eigenes Vereinsheim in der Fallbachgasse 7. Der letzte Hinweis auf eine Vereinsaktivität findet sich im christlichsozialen Tiroler Anzeiger vom 18. Feber 1938. Mit dem „Anschluss“ im März 1938 ging die Geschichte dieses Burschenvereins abrupt zu Ende.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, 05.101-7)

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