skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Ohne Fleiß Kein Preis! Teil 2

Ohne Fleiß kein Preis! Teil 2

Bis in die 1950-er Jahre waren Fleißbildchen bzw. Fleißkärtchen ein beliebtes Belohnungsmittel für fleißige und gehorsame Schüler. Die im ersten Teil des Artikels beschriebenen Hauchbildchen wurden nach und nach durch Papierkärtchen ersetzt. Diese wurden in unterschiedlichen Formaten und mittels unterschiedlicher Drucktechniken hergestellt. Die Kärtchen waren meist aufwändig gestaltet, damit das Sammeln für die Kinder interessant war.

Manche Kärtchen waren reine Textkärtchen. Sie waren mit belehrenden Sprüchen bedruckt und mit einem gemusterten Rahmen verziert.
Dieses Fleißbildchen ist recht aufwändig gestaltet: mit geprägtem Motiv und Muster (Papierprägedruck) sowie gedrucktem Motto. Der Text in der Mitte des Kärtchens ist mit einem gestanzten Rahmen und Vergissmeinnicht verziert.
Auch selbstgebastelte Fleißbildchen wurden an Kinder verteilt. Bei diesem Exemplar wurde eine Rose auf das Papier aufgeklebt. Daneben steht das handschriftlich verfasste Motto „Dem Fleiße!“ Das Kärtchen ist mit einem Blattmuster umrahmt. Auf der Kartenrückseite steht „Schwester Thaddäa I. Kl. a 1924“.
Dieses Kärtchen gehört zu einer Serie: Als Motiv wurden Kinder in verschiedenen Alltags- und Spielsituationen verwendet. Auf der Rückseite dieses Kärtchens steht in einem Rahmen aus Rosen folgender Text: „Sei immer gut! Das bringt dir Segen / Und jedes Menschenherz entgegen.“

Fleißbildchen sind heute weitgehend aus dem Schulalltag verschwunden. Vereinzelt werden sie aber noch hergestellt und an manchen Schulen verwendet. Sie sind kindgerecht gestaltet und lassen sich zum Teil wie bei einem Puzzle zu größeren Bildern zusammenfügen. Eine den Fleißbildchen verwandte Belohnungsform ist die Verwendung von Motivstempeln und Aufklebebildchen (zum Beispiel Fleißsternchen).

(Stadtarchiv Innsbruck, Sommer-28-143, Sommer-28-201, Sommer-28-004, Sommer-28-210, Sommer-28-177)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. In der Volksschule (54-58) gab es sie noch, aber schon in der Zeit angepaßten reimfreien nüchternen Form. Der pädagogische Wert war gleich null, da sie ohnehin nur die guten Schüler bekamen und die Kluft zu den „schlechten“ Schülern nur vertiefte. Ich kann mich auch nicht erinnern, daß ich mich besonders geehrt gefühlt hätte, oder die Eltern mehr als ein „Allerhand!“ „Brav, Karli“ investiert hätten. Auf die Idee, die Bildchen an die diversen „schlechten“ Schüler zu verscherbeln, bin ich nicht gekommen. Heute schriebe sich das der vife Schüler mit einer Gratis Bildbearbeitung selber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top
×Close search
Suche