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Noch Zwei Höttinger, Die Sie Kennen Sollten – Teil I: Johann Stolz

Noch zwei Höttinger, die Sie kennen sollten – Teil I: Johann Stolz

Johann Stolz (1862–1940) war Spenglermeister und Glaser in der Höttingergasse 12 und wohnte – zumindest bis 1904 – in der Schneeburggasse. Im Jahr 1890 trat er der Freiwilligen Feuerwehr Hötting bei. 1919 wurde er zum Oberkommandant-Stellvertreter der Höttinger Florianijünger und neun Jahre später zu ihrem Kommandanten gewählt. Durch ein Jahrzehnt leitete er die Geschicke der Einheit. In seine Ära fiel 1929 der Neubau der Feuerwehrwache Hötting (1. Komanie) am heutigen Standort (das Haupthaus steht heute noch so da wie damals), die Gründung der 3. Kompanie (Allerheiligenhöfe) und der Bau eines Gerätehauses für die 3. Kompanie (das Grundgebäude steht heute noch, jedoch wurde der Schlauchturm abgebaut und westseitig ein Anbau errichtet).

Die I. Kompanie der FF Hötting, aufgenommen vermutlich zu Floriani 1930. Oberkommandant Johann Stolz sitzt am Stuhl hinter dem mittleren Hornisten, links neben ihm sein Vorgänger Oberkommandant i.R. Anton Natterer und links von diesem Valentin Streicher, Kommandant der 2. Kompanie Höttinger Au. Rechts neben Johann Stolz sitzend  Rudolf Heis, Burenwirt bei seiner Frau Franziska, Sägewerker im Kirschental u. Kdt. der 1. Kompanie Hötting Dorf.
Ernst Stolz, Sohn von Johann Stolz, sitzt in der ersten Reihe rechts neben den linken beiden Hornisten
. Quelle: Privatbesitz.

Anlässlich des 60. Gründungsfest der Feuerwehr Hötting im Jahr 1934 erhielt Stolz eine hohe Auszeichnung der Republik Österreich. Kapellmeister Poller komponierte damals zu seinen Ehren den „Oberkommandant-Stolz-Marsch“.

Widmungsblatt des „Oberkommandant-Stolz-Marsch“. Archiv der Stadtmusikkapelle Hötting.

Stolz engagierte sich aber nicht nur im Feuerwehrwesen und der Höttinger Gemeindepolitik, sondern auch beim Bau der neuen Höttinger Pfarrkirche, wo er die Ausführung der Spenglerarbeiten übernahm. Das Familiengrab befindet sich deshalb auch an der Südfassade der neuen Pfarrkirche.

Die FF Hötting führt Stolz‘ Erbe bis heute fort, ihre Mitglieder engagieren sich stets bei Renovierungen und Instandsetzungen. Beispielsweise führte Alois Muglach sen. im Jahr 1962 die zwei großen Glocken zur Vervollständigung des Sechser Geläutes mit seinem Firmenfahrzeug nach Hötting, wo diese hernach aufgezogen wurden. Im Jahr 1979 initiierte die Schützenkompanie Hötting unter Hauptmann Otto Achammer die Renovierung des Kriegerdenkmals (eingeweiht am 13. Mai 1923) am Vorplatz der neuen Pfarrkirche. An den Arbeiten beiteligte sich auch die FF Hötting.

Bei der großen Innenrenovierung der Kirche (1989) unter Pfarrer Werner Seifert halfen ebenfalls viele Florianijünger unter ihrem Kommandanten Alois Muglach sen. eifrig mit.

Auch Josef Hupfauf (Mitglied der FF Hötting und des Denkmalschutzvereins) unterstützte mit seinem Traktor die Renovierungsarbeiten im Jahr 1989. Quelle: Privat.

In jüngster Zeit, unter Pfarrer Marek Ciesielski, organisierten Kommandant Alois Muglach jun. und Hannes Muglach die Renovierung der zweiten großen Prozessionsfahne von Hötting und Florian Bucher, ebenfalls Mitglied der FF Hötting, die Renovierung der Glockenstube.

Die neue Höttinger Pfarrkirche mit der renovierten Glockenstube. Quelle: Privat.

Herzlichen Dank an Christian Lercher und Hannes Muglach, die nicht nur die Idee für diesen Beitrag lieferten, sondern auch die wesentlichen Informationen und viele Abbildungen zur Verfügung stellten.

(Quelle Titelfoto: FF Hötting)

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