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Mühlauer Villenpanorama III

Mühlauer Villenpanorama III

Mit dem dritten Bild können wir uns der Datierung weiter annähern. Da der vorne im Zentrum erstrahlende Gasthof Dollinger 1932 vom Münchner Architekten Hermann Schmid von Grund auf umgebaut wurde kann das Bild wohl erst danach geschossen worden sein. Zur Eröffnung 1933 gab der Architekt selbst einen kleinen Folder heraus:

Der Dollinger ist seit 1650 als Gasthof in den Quellen genannt, ab 1876 gelangte die Familie Prantl in den Besitz der Mühlauer Liegenschaft.

Ein Kuriosum aus der Much Heiss’schen Ansichtskartenproduktion dazu: Im Stadtarchiv befindet sich der Scan einer seitenverkehrt geprinteten Ausgabe. Wer selbst schon einmal Glasnegative gescannt hat, kennt die Problematik und werfe den ersten Stein…

Seitenverkehrte Ansichtskarte aus dem Verlag von Much Heiss‘ Erben. Kann bei genauer Ortskenntnis Kopfweh erzeugen.

Direkt hinter dem Dollinger lugt das Badhaus ins Bild. Gleich dahinter sind wir wieder in der Villen-Fanatsiewelt der Innsbrucker Baumeisterschaft angelangt. Spektakulär die Türmchenwelt im steilen Oberkoflerweg, wo Josef Retter um die Jahrhundertwende für den aus Meran stammenden Innsbrucker Wirt Josef Arquin die „Villa Waldeck“ errichtete (oben links, sonst rechts im Bild). Auf den Gründen der Familie Arquin errichtet 1913 die Genossenschaft „Deutsches Heim“ eine Reihe von Villen (unnötig zu erwähnen, mit Baumeister Retter). In der erst später angelegten Holzgasse sind die ersten großen und etwas moderneren Mehrparteienhäuser entstanden. Die Wohnbevölkerung gehört laut Adressbuch von 1932 weiterhin zu einem Großteil der oberen Beamtenschaft an.

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