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Im Festschmuck …

Im Festschmuck …

… präsentierte sich während der Tiroler Jahrhundertfeier 1809 – 1909 auch dieses Gebäude. Interessanter als das obligatorische Kaiserbild scheinen aber die durch den Festschmuck halbverdeckten Plakatwände. Da werben die Reservisten-Kolonne Meran für Konzerte im Adambräu, das Original Schrammel-Quartett (Ltg. Hans Schrammel), das während der Jahrhundertfeier u.a. im Festzelt aufspielte, für sein Innsbrucker Gastspiel, die Exl-Bühne für ein neues Stück und die Mendel-Bahn für einen Besuch in Bozen. Auch 100 Mark Belohnung werden ausgelobt (wofür bleibt allerdings unklar). Leider sind die kleinen Anschläge auf der rechten Tafel nicht zu entziffern – sie wirken fast wie ein „Schwarzes Brett“ (allerdings ein sehr ordentliches ;)).

Die Marktfrau links im Bild scheint ihren Standort jedenfalls gut gewählt zu haben, denn von den vorbeieilenden bzw. vorbeispazierenden Bürgerinnen und Bürger blieben sicherlich einige stehen, um die Plakate zu studieren. Und wenn man schon einmal stand, dann konnte man ebenso gut bei ihr gleich seinen Einkauf erledigen…

Nun müsste man nur noch wissen, wo sich dieser Standplatz befand. Aber ich bin mir sicher, Sie haben auch in diesem Fall eine Lösung parat.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, NL Heinz Wildauer)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Der Häuserschmuck anlässlich der Jahrhundertfeier muss in der ganzen Stadt sehr feierlich und eindrucksvoll gewesen sein:

    Vor dem Goldenen Adler standen zwei haushohe Tannenbäume, wohl ähnlich wie hier. Zum abgebildeten Festschmuck wird berichtet:
    „Eine hübsche Anordnung trafen auch die Ehrw.
    Ursulinen, die mit Hinsicht auf den großen
    Komplex des Klostergutes auch reichlich genannt
    zu werden verdient.“
    https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19090830&seite=2&zoom=33&query=%22Ursulinen%22&ref=anno-search

  2. In welchem Bauteil des schon vor 1900 als durchgehendes E+2 Gebäude des Ursulinenklosters sollte das Sein? Die massive Vergitterung der beiden Fenster läßt zwar den Schluß auf garantierte Abgeschiedenheit zu, wie sich auch Klöstern sehr willkommen zu sein pflegt, aber ich habe ein Problem mit dem niedrigen Bauwerk. Hinter dem Geäst des rechten Fichtenbäumchens schaut noch der Wortteil „..stift“ hervor.

    Damit ich auch was handfestes beitrage: Die ABADIE Reklame verbreitet die gute Nachricht von der Produktion von Zigaretten- und Pfeifenpapier.
    Pfeifenpapier?? Das waren dünne kreisrunde braune Papierblätter, mit denen man eine Ladung Pfeifentabak einhüllte und zu einer Kugel gedreht in den Pfeifenkopf steckte. Oben angezündet bis ein kleines Loch glühte, versprach dieses Accessoire, daß die Pfeife nie ausgehen konnte, eine Pfeifen ansonsten lästigerweise anhängende Unart. Als Student konnte ich diese Abadie Pfeifenblätter beim Nessler noch kaufen. 3 hab ich benutzt.

    1. Die Fenster des 2. Stocks sind hinter den Jahreszahlen 1809 und 1909 versteckt. Die Stuckumrandungen der Fenster schauen oberhalb hervor.

      Im Vordergrund verlaufen Straßenbahngleise in einer Kurve.
      Heute müsste in diesem Bauteil der Eingang zur Ursulinenpassage vom Marktgraben her sein.

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