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Hochbetrieb …

Hochbetrieb …

… sieht anders aus. Trotz schönem Wetter ist weit und breit kein Arbeiter auf dieser Innsbrucker Baustelle zu sehen. Ob sie allesamt gerade auf Mittagspause sind? Oder wollte sie der uns unbekannte Fotograf nicht im Bild haben? Darüber lässt sich heute wohl nur mehr spekulieren. Aber interessant ist diese Aufnahme aus dem Fin de Siècle dennoch, insbesondere natürlich wenn Sie sich für Gerüstbautechniken interessieren. Selbst ein Bauaufzug scheint mir da zu erkennen zu sein, aber dazu können die ExpertInnen unter Ihnen uns sicherlich mehr sagen. Und weil wir gerade von ExpertInnen reden – diese können uns sicherlich auch sagen, welches Gebäude da unter der Leitung der Fa. Mayr gerade aufgestockt wird. Viel Vergnügen!

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Archiv der Baufirma Mayr)

Dieser Beitrag hat 21 Kommentare
    1. Bezüglich Spitalkirche bin ich mir sicher. Was mich anfängliche zur Verzweiflung brachte, eh Sie uns mit der Nase draufgestoßen haben, ist der Schatten eines Turmes auf der Hauswand. Den wirft wohl irgendein ziviles Ziertürmchen auf einem Haus in der Stainerstraße, inzwischen abgetragen oder zerstört.
      Der niedere Verbindungsbau des Spitals existierte noch längere Zeit, das würde schon passen. Auch die deutliche Schräge des Grundrisses am eingerüsteten Haus entspricht der Gegend Marktgraben – Stainerstraße mit den Ursulinen.

      Leichter zu deuten ist das völlige Fehlen von Arbeitern. Sonntag.

        1. Ich weiß nicht so recht. Der Schatten deutet doch eher eine andere Form des Turmdachs an, oben ein runder Gupf, ähnlich der ursprünglichen Turmkuppel der Servitenkirche. nur kleiner natürlich. Und die ziemlich direkt von hinten kommende Sonne sollte eigentlich die beiden großen Turmfenster des Bruderhauses abbilden? Trotzdem glaub ich schon, daß Sie die Örtlichkeit richtig benennen.

          1. Ja, Herr Hirsch, da haben Sie eigentlich Recht – der Schatten des Turmes schaut anders aus wie der am Gemälde des Bruderhauses zu sehende Turm. Nicht ganz klar ist mir auch das Hauseck ganz rechts im Bild.

          2. Ich hab noch einmal zurückgeblättert. Im Beitrag http://innsbruck-erinnert.at/wer-will-fleissige-handwerker-sehn/ sieht man dieses Türmchen über dem Dach der Realschule herausschauen.
            Zum zweiten sieht man, daß noch zum Kriegsende der Mittelteil des alten Spitals als niederer Bau erhalten geblieben ist. Am Luftbild 1940 konnte ich allerdings das Objekt nicht ausmachen. Ein Resträtsel bleibt wieder einmal.

  1. Das Haus ganz am rechten Bildrand oben schaut tatsächlich heute noch so aus. Was man da sieht dürfte der Erker von dem Haus sein, in dem der IVB-Kundencenter drin ist. Was mich zuerst irritiert hat, war das Haus in dem bis vor kurzem der Ortner&Stanger drin war, denn auf diesem Bild ist das recht niedrig. Dafür sieht man aber den Balkon am Haus dahinter (Bildmitte etwa) der heute auch noch so ausschaut (auf meinem Bild eingekringelt). Was sich geändert hat ist die Anzahl dieser Dach-… wie heißen sie? Kapfer?
    https://info.colgarra.priv.at/owncloud/index.php/s/Tp6dmWoijj7969T

    Was ich nicht erkennen kann, sind diese „Gitterstrukturen“, die oben in der rechten Hälfte in den Himmel ragen. Was ist das?

    Wenn sich jemand fragt, wohin mein link führt: Ganz konkret in die Eduard Bodem-Gasse, dort steht mein Server mit der „Owncloud“, auf der ich die Bilder speichere und freigebe.

  2. Die Gitterstrukturen, die auch auf den Dächern in der Bildmitte zu sehen sind, erinnern mich an die auf anderen Fotos schon gesehenen frühen Hausstrommasten. Auch rechts vom luftigen Holzaufsatz am Dach sieht es aus, als ob altertümliche Kabel über die Straße führten. Nur so eine Idee.

  3. …“ konnte ich allerdings das Objekt nicht ausmachen.“ mit dem Objekt ist natürlich das Türmchen gemeint und nicht das Mittelstück des Spitals. Vielleicht war das Türmchen auch eine üppige Kaminabdeckung.

  4. Da nun Örtlichkeit inklusive Turmschatten geklärt ist, könnte man sich dem Gerüst zuwenden, ein abenteuerliches Bauwerk für sich selbst! Es schaut wirklich so aus, als ob es sogar einen Aufzug gegeben hat (siehe auch den Schatten davon!) – ein Paternoster für einzelne Ziegel oder höchstens paarweise. Den Malter (oder malta ?) wird man wohl in ‚Buggelkannen‘ auf diesem Treppenbauwerk hinaufgetragen haben, auch das Holz für den Dachstuhl (Aufstieg im Zickzack wie mit den Schiern).
    Richtige ‚Leitschinder‘ damals!

  5. Umso verdienter war dann der Feierabend. Wie schon beobachtet, die Sonne steht schon recht tief, auch ohne Sommerzeit kann das im Juni/Juli um 7 Uhr abends sein und die Arbeiter sind schon längst mit dem Betläuten nach Hause gegangen. Man braucht nicht einmal den Sonntag als Erklärung der Menschenleere zu bemühen.

  6. also die Gegend erkenne ich nicht, jedoch eure Frage nach dem Türmchen rechts ist :
    In diesem Gebäude befindet sich eine Telefonzentrale. etwas links der Dachträger bringt die Telefonleitungen zu diesem Turm, dort werden sie abgespannt und ins Gebäude zur Zentrale geführt. Da gab es mal einen detaillierten Plan von der Hauptpost – Wahnsinn. Übrigens im Hinterhof Stainerstrasse – Marktgraben befand sich von 1903 bis 1927 die Zentrale des städtischen Elektrizitätswerkes

    1. Ans Telefon wagte ich nicht zu denken, da ich die Aufnahme eigentlich grundlos in frühere Zeiten einordnete. Das Türmchen, welches Herr Schröter meint, ist zwar nicht „unseres“, sondern der Hühnerstall auf dem Dach des Spitals, aber das beantwortete eine Zusatzfrage, die ich gar nicht zu stellen wagte. Danke für die Ausführungen!

      Dabei fällt mir ein: Wann ist diese Aufnahme eigentlich entstanden? Fin de Siecle und 6 – 7 Uhr Abends wissen wir immerhin schon.

  7. das wird so sein, wie gesagt, kamen hier die Telefonleitungen zusammen. Und dies war nur bei Postämtern und wichtigen Polizei/militärischen Gebäuden der Fall

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