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Die „pietätlosen“ Höttinger Teil II

Die „pietätlosen“ Höttinger Teil II

Zugegeben: dieses Bild hätte sich wunderbar als Rätsel geeignet. Beschriftet sind die Bilder lediglich mit „Im Höttinger Graben“, deshalb nahm das Stadtarchiv eigentlich an, dass dieser Bildstock einmal einer Lawine zum Opfer gefallen sei. Der Bildstock besteht jedoch heute noch im Höttinger Oberdorf, wie wir von einem Höttinger Informanten erfahren haben. Es handelt sich dabei um die sogenannte „Zweiwegkapelle“ unterhalb der Zimmerei Heis an der Gramartstraße – wenn man genau hinsieht kann man im Hintergrund auch ein Gatter erkennen. Heute ist die Umgebung stark bewaldet. Mittlerweile hat der Bildstock ein Spitzdach erhalten, die Figur der Maria Immaculata ist noch dieselbe.

Was an diesem Foto jedoch fast noch interessanter ist und zum Schmunzeln anregt, ist das Wegweiserschild auf der rechten Seite. Wenn man genau hinsieht, so erkennt man ein weißes Schild, auf dem der Gramarthof mit einem Richtungspfeil angeschrieben steht. Noch kurioser ist das schwarze Schild darüber: hat doch tatsächlich jemand unverkennbar den Hinweis zum nächsten WC auf dem Marienbildstock angebracht.

Stadtarchiv Innsbruck, Ph-A-24512-96.

Im Hintergrund zu erkennen sind ein Gartenzaun und eine Brücke(?), was ebenfalls ein Hinweis darauf ist, dass man sich noch nicht zu weit oben im Graben befindet (Stadtarchiv Innsbruck, Ph-A-24512-131).
Der Bildstock im Februar 2019. (Foto: privat)

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