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Die Geschichte Des „Ziegelstadl“ II

Die Geschichte des „Ziegelstadl“ II

Im zweiten Teil unseres virtuellen „Besuchs“ im Ziegelstadl begeben wir uns in die Innenräume der Norer’schen Ziegelei. Die Fotos stammen aus derselben Serie wie das Bild in unserem ersten Beitrag, wurden also ca. um 1910 vom Fotografen Fritz Gratl aufgenommen.

Die (für die damalige Zeit wohl hochmoderne) Maschinerie glänzt, und die in nicht enden wollendem Reih und Glied eingeschlichteten Ziegel haben auch irgendwie etwas sehr Beruhigendes an sich. Aber trotz fescher Maschinen und Motoren und ordentlich gestapelten Ziegeln können wir es erahnen: diese Arbeit war sicherlich beinhart.

Die InnsbruckerInnen begrüßten die beiden ersten Häuser, die (beinahe) ausschließlich aus Ziegel waren, in ihrer Stadt offenbar wohlwollend, sogar ein Zeitungsartikel wurde zu diesem Anlass verfasst. Auch der Bauherr eines dieser Häuser war ein der Stadtgeschichte nicht ganz Unbekannter.

Doch lesen Sie selbst vom „Siegeszug der Ziegelindustrie über die plumpen Steinmassen“:

(Innsbrucker Nachrichten vom 18. September 1877)

Das Geschäft blühte Ende des 19. Jahrhunderts. Die Stadt befand sich im Wachstum, und auch immer mehr Ziegelhäuser entstanden. Norer betätigte sich auch selbst als Bauherr und verkaufte die Häuser anschließend:

(Innsbrucker Nachrichten, 6. Dezember 1879)

Doch auch der Eigenbesitz an Gebäuden der Baumeisterfamilie war nicht unansehnlich. Durchforstet man die frühen Innsbrucker Adressbücher nach der Familie von Jakob Norer, findet man Familienmitglieder sehr häufig bei den Hausbesitzern. So durchexerziert beim Adressbuch Innsbruck aus dem Jahre 1902, ergibt, dass zum Beispiel die gesamte damals existente Grillparzerstraße Anton Norer, dem Sohn von Jakob Norer gehörte.

Stellt sich zum Schluss noch die Frage: Wie viele von uns wohnen wohl in einem Haus, dass mit Norer’schen Ziegeln erbaut wurde?

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-G-26843, Ph-G-26844)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Ich würde ja mehr Informationen über die Industriefeldbahn dieser Ziegelei enorm interessant finden, in der mir verfügbaren Literatur finde ich dazu überhaupt nichts. In Teil I waren ja auch schon Teile offenbar umfangreicher Gleisanlagen zu sehen.

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