skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Der Pionierwagen – Ein Stück Feuerwehrgeschichte

Der Pionierwagen – ein Stück Feuerwehrgeschichte

In den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren machte die Motorisierung der Innsbrucker Feuerwehr große Fortschritte. Im Oktober 1937 verfügte sie schließlich über „12 automobile Rüstwagen, 2 Kraftspritzen, 1 Pionierwagen, 2 Kommandowagen, 4 Kraftspritzen, 7 fahrbare Leitern sowie mehrere Benzin- und elektrische Lichtaggregate“.

Einen besonderen Meilenstein stellte in dieser Hinsicht der erwähnte Pionierwagen dar, für dessen Aufbau der renommierte Innsbrucker Wagenbauer Anton Menardi verantwortlich zeichnete. Die Grundlage bildete ein Fahrgestell der Marke Austro-Fiat (inklusive einem 50 PS-starken Motor), welches der Landesfeuerwehrverband Tirol angekauft hatte.

Eine Vorstellung von der Bestückung vermittelt diese Aufnahme, rechts im Bild ist die Beleuchtungsanlage Kaduo 120 V / 2,2 KW zu sehen.

Beindruckend war die Bestückung, die neben elektrischer Ausrüstung (Aggregate, Kabelrollen, Scheinwerfer, etc.) u.a. auch Beleuchtungsmaterial (darunter 40 Wachs- und Magnesiumfackeln), drei Feldtelefonstationen, Sanitätsmaterial, persönliche Schutzausrüstung, verschiedene Werkzeuge, eine Wagenwinde mit 5 Tonnen Tragkraft und Sandsäcke umfasste. Als Besatzung waren sechs bis sieben Mann vorgesehen.

Ein Blick in das Innere des Pionierwagens.

Am 2. Juni 1931 konnte die I. Kompanie der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck, von der die Initiative zur Konstruktion dieses Pionierwagens ausgegangen war, das Fahrzeug in den Dienst stellen. Um die Schlagkraft des Pionierwagens zu erhöhen, kaufte die I. Kompanie – ohne externe finanzielle Unterstützung – einen Personenwagen der Marke Adler an, den sie zum Mannschaftstransportfahrzeug umfunktionierte. Wurde der Pionierwagen alarmiert, rückte auch der Adler aus, sodass insgesamt zwölf Feuerwehrmänner das Fahrzeug bedienen konnten.

Das Gespann wurde auch zu Einsätzen außerhalb der Stadtgrenzen alarmiert, so z.B. im Jahr 1933 infolge eines großen Murenabgangs nach Mils bei Imst.

Mitglieder der I. Kompanie der Freiw. Feuerwehr Innsbruck und der Pionierwagen, aufgenommen im Rahmen einer Übungsfahrt ins Gschnitztal.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-18087)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top
×Close search
Suche