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Der Lanser See – Ein Kleiner Innsbrucker Sehnsuchtsort

Der Lanser See – ein kleiner Innsbrucker Sehnsuchtsort

Es muss nicht immer der Gardasee oder der Comer See sein – für den durchschnittlichen Innsbrucker reicht auch der kleine aber feine Lanser See für das sommerliche Badevergnügen. Seit 1847 wissen wir von Badebetrieb am Lanser See. Zu diesem Zweck wurde aus Latten und Zweigen erstmals eine Badehütte errichtet. Der Badespaß war anfangs aber lediglich dem männlichen Geschlecht vorbehalten.

Der Lanser See diente aber nicht nur dem Vergnügen, sondern erfüllte auch wirtschaftliche Zwecke. So diente der Boden rund um den Lanser See lange Zeit dem Torfabbau. Der Torf vom Lanser See wurde unter anderem von der k.k. priv. Maschinen- und Spinnereifabrik in der Stadt verheizt.

Auch Fischerei wurde am Lansersee betrieben. Für das Jahr 1911 wurde in der Zeitung von folgendem Fischbestand berichtet:
„An Fischen enthält der See Karpfen und Lauben (eine Art Weißfische), sowie Krebse; früher sollen auch Hechte darin vorgekommen sein und zwar – so behaupten wenigstens alte Leute – von kolossaler Größe; heutztage ist von diesen nichts mehr zu bemerken.“
(Dr. Hugo Tschurtschenthaler in den Innsbrucker Nachrichten von 16. September 1911).

Foto: Alpiner Kunstverlag Wilhelm Stempfle/Innsbruck, 1928. Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-30668

In etwa ab den 1930er-Jahren präsentiert sich der Lanser See als Familien-Freibad. Dieses Foto dürfte wohl nach 1955 entstanden sein, zumindest ein Schatten des Fernsehturms am Patscherkofel ist schon zu erkennen. Als Postkarte erging das Bild – leider ohne Datum und Briefmarke – nach Garsten bei Steyr mit der Aufschrift: „Ich bin soweit im See draußen wirst mich nicht erkennen und schwimme gerade ans Ufer zum Bier-Wein“. Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-33909

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