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Der Lange Weg Zur Pfarrkirche In Wilten West Teil I

Der lange Weg zur Pfarrkirche in Wilten West Teil I

Bis ins 19. Jh reicht der initiale Plan zur Errichtung einer Filialkirche in Wilten West zurück. Nicht zuletzt aufgrund des Arlbergbahnbaues nahm die Bevölkerung in der damals noch eigenständigen Gemeinde Wilten stark zu. So kam es bereit 1888 zur Gründung des „Kirchenbauvereines Wilten“. 1901 widmete schließlich der Abt von Wilten ein Grundstück Ecke Fischerstraße–Speckbacherstraße dem geplanten Kirchenneubau. 1913 folgte ein erster Architekturwettbewerb, die Fortführung des Neubauplanes stagnierte durch den Ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg wollte man den ursprünglichen Plan wiederaufnehmen, doch die Inflation hatte das angesparte Budget entwertet.

Eine zügige Errichtung eines Neubaues war damit in weite Ferne gerückt, weshalb 1931 auf Initiative von Pfarrer Dominikus Dietrich eine unbenützte Transformationshalle der Bundesbahn in der Karwendelstraße auf die Dauer von 30 Jahren angemietet und als Notkirche „zur Hl. Familie“ ausgestaltet wurde. Diese sollte bis zum geplanten Neubau der Kirche als Ort der Seelsorge dienen. Doch durch den „Anschluss“ 1938 und der Aufhebung des Stifts Wilten 1939 kam alles anders. Der Baugrund für die Kirche wurde enteignet, der Kirchenbauverein aufgelöst und der Mietvertag der Notkirche 1941 gekündigt. Die nun obdachlos gewordene Gemeinde fand Zuflucht in der Herz-Jesu-Kirche, das Neubauprojekt Wilten West war vorerst beendet. Erst nach dem Krieg 1946 konnte die Notkirche wiedereröffnet werden. Die Bilder zeigen das Gebäude der Notkirche in der Karwendelstraße, allerdings erst einige Zeit nach deren Nutzung als Kirche.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-A-24403-1-57, Ph-A-24403-1-56)

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