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Die Grabstätte Von Erzherzog Maximilian III. Im Innsbrucker Dom, Teil 2

Die Grabstätte von Erzherzog Maximilian III. im Innsbrucker Dom, Teil 2

Im Zuge des barocken Um- und Neubaus der Stadtpfarrkirche wurde das Grabdenkmal Maximilian III. im Jahr 1717 abgetragen und eingelagert. Nachdem die Bauarbeiten abgeschlossen waren, wurde über die Neuaufstellung des Maximiliangrabs diskutiert. Auf Anregung des Chronisten und Pfarrmesners Johann Schennacher erfolgte die Teilung des Monuments und der Figurengruppe. Der Baumeister Johann Michael Umhauser wurde mit der Neuaufstellung des geteilten Grabmals vor den beiden Sakristei-Zugängen beauftragt.

Das Titelbild und auch das folgende Foto zeigen das geteilte Grabmal im Jahr 1913. Man sieht darauf den Heiligen Georg mit dem Drachen und zwei Putten. Leider befindet sich in unserer Sammlung kein Foto, das die gegenüberliegende Seite mit dem zweiten Teil des Denkmals – auf dem die Figur des Erzherzog Maximilian III. zu sehen wäre – zeigt.

Das folgende Foto könnte aber aus der Zeit, in der das Grabmal getrennt war, stammen. Man sieht darauf den auf einem mit Quasten verzierten Kissen knieenden Erzherzog Maximilian III. mit im Gebet gefalteten Händen aus nächster Nähe. Gekleidet ist er in einen wappengeschmückten Prunkharnisch und einen kurzen, steifen Waffenrock. An seiner linken Seite trägt er an einem Gurt sein Schwert. Der Kopf ist sehr fein und naturalistisch gearbeitet. Diese Darstellung des Erzherzogs zeigt große Übereinstimmung mit Portraits, die in seinen letzten Lebensjahren entstanden sind.

Bereits im 18. Jahrhundert wurde über eine Rekonstruktion des Grabmals nachgedacht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieses Vorhaben aus denkmalpflegerischen Beweggründen wieder aktuell. Doch erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – im Zuge der Restaurierungs- und Wiederaufbautätigkeiten im Innsbrucker Dom – konnte das Denkmal wieder zusammengefügt und in seiner ursprünglichen Form im nördlichen Querhaus aufgestellt werden.

Ergänzung: Das folgende Bild hat uns Herr Auer dankenswerter Weise nach der Veröffentlichung des Artikels geschickt. Es zeigt die zweite Seite des geteilten Maximiliangrabmals.

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-18550, Ph-24878, Ph-10345)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Den zweiten Teil des Denkmals betreffend liegt mir eine Postkarte von ca. 1910 vor. Weil diese Postkarte in den Sammlungen des Stadtarchivs offenbar noch fehlt, werde ich Ihnen ein Digitalisat per Email zukommen lassen.

    1. In der Österreichischen Zeitschrift für Denkmalpflege Jahrgang 1948, Seite 37-43 findet sich von Oswald Graf Trapp der Aufsatz:
      Die Neuaufstellung des Grabdenkmals Erzherzog Maximilians des Deutschmeisters in der Stadtpfarrkirche von Innsbruck

      Demnach wird die Neuaufstellung wohl 1948 erfolgt sein.

      Finanziert wurde die Neuaufstellung von Erzherzog Eugen, der als Hoch- und Deutschmeister ein Nachfolger von Erzherzog Maximilian III. war und daher gerne bereit war, die Kosten zu übernehmen.
      So wird es zumindest im Buch „Wer begehrt Einlass? Habsburgische Begräbnisstätten in Österreich“ überliefert.

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