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Zum Hochzeitstage…

Zum Hochzeitstage…

Der Sommer ist nicht nur Bade- und Urlaubssaison, sondern die beliebteste Jahreszeit für Paare, sich das Ja-Wort zu geben. Passend dazu wusste Gastwirt Helmut Ultsch, der den „Schwarzen Adler“ zwischen 1953 und 1978 leitete, seine Gäste mit dem hauseigenen Hochzeitsmenü zu begeistern. Ob Wiener Schnitzel, Hirnpüree-, oder Schildkrötensuppe: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Interessieren würde mich, wie Ultsch diesen Menüvorschlag in Umlauf zu brachte – hat er ihn im Gasthof oder in Brautmodegeschäften aufgelegt, oder per Postwurf unter die hochzeitswütigen Leute gebracht? Viel wichtiger ist jedoch: Wie kommt ein österreichischer Gastronom in den 1950ern und -60ern an Schildkrötenfleisch?

An den Menüvorschlag angeheftet ist ein Gutschein für Tischdeko im Wert von fünfzig Schilling. Ob man den wohl heute bei der eigenen Hochzeits-/Familienfeier noch einlösen könnte? 😉

(Stadtarchiv Innsbruck, Sammlung Speisekarten)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Schildkröte Suppe gabs damals in Konservendosen als Fresskorbkronung. Alternative Schwalbennest Suppe. Wirtschaftswunderhäppchen.
    Bezüglich des Gutscheins würde ich eher fragen was man heute noch dafür bekäme. Zahnstocher in Geschenkpapier.

  2. Wie Herr Ultsch konkret diesen Menüvorschlag an das Brautpaar brachte ist mir freilich nicht bekannt.
    Der Datenschutz war jedoch noch nicht sonderlich ausgeprägt, und vom öffentlich ausgehängten Aufgebot zur Adresse zu gelangen war nicht sonderlich schwierig, wenn auch zugegebenermaßen bereits etwas spät. Sogar die Werbe Pakete mit Babyartikel einschlägiger Firmen kamen oft noch vor Mutti und Baby zu Hause an.

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