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Wer (er)kennt … – Ein Potpourri Aus Den Stadtteilen_Teil 8

Wer (er)kennt … – ein Potpourri aus den Stadtteilen_Teil 8

In der Amraser Straße gab es ein Julius-Meinl-Geschäft. Gelbe Plakate locken zum Einkaufen in das ebenerdige Haus. Wenn man sich das benachbarte mehrstöckige Gebäude, das sogenannte Gaggenau Haus (Nr. 25) anschaut, wundert es nicht, dass auch dieses Grundstück „verdichtet“ wurde. Wissen Sie, woher die Bezeichnung Gaggenau stammt?

Das Unternehmen wurde 1862 von Julius Meinl I. in Wien gegründet. Er begann mit einem Gewürzgeschäft, in welchem es zuerst nur grüne Kaffeebohnen, später auch frisch gerösteten Kaffee gab. Mit der Zeit wurde das Warenangebot immer mehr erweitert. Selbst erzeugte Produkte, wie Tee, Schokolade, Kekse sowie später Obst- und Gemüsekonserven, Essig, Senf, Teigwaren kamen in das Sortiment. Bald gehörte das Unternehmen zu einem der größten Lebensmittelhändler der Donaumonarchie.
In der Zwischenkriegszeit ging die Expansion weiter. Die Zahl der Filialen wuchs auf 434 an. Es wurden auch einige Geschäfte in Innsbruck eröffnet.
Können Sie sich noch an weitere Julius-Meinl-Märkte erinnern?


(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-A-24396-20, 1982)

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare
  1. Meinl Filialen, an die ich mich erinnere, gab es auch in der Museumstraße stadtauswärts links, kurz vor der Sillgassenkreuzung, und in der Andreas Hoferstraße, Ecke Müllerstraße. In einer Seitenstraße der Erzherzog Eugen Straße gab es auch noch einen Meinl (?).
    Ich erinnere mich auch an die Kinderzeitung namens „Jumei“ mit dem zur Zeichenfigur zum Leben erwachten Logo als Helden und seinen unschuldigen Erlebnissen, die natürlich letzten Endes immer eine Kaufempfehlung für die vorlesenden Eltern waren.
    Mich wundert heute noch, wie diese schwungvolle rote Kopfbedeckung halten hätte sollen.

  2. War Gaggenau nicht ein deutscher Elektrokonzern welcher E Herde – Waschmaschinen und Kühlschränke vertrieb.
    Hinter dem Meindl Geschäft befand sich im Hof die Tischlerei Hüttenberger später die Kunsttischlerei Fink. Der Zugang zu dieser war in der Pradlerstraße beim Konsumgeschäft.

  3. Außer dem im Titelbild gezeigten Meinl Geschäft in der Amraserstraße 33 und den bereits genannten Filialen Marktgraben 29, Museumstraße 21 und Kapuzinergasse 32 gab es lt. den Adressbüchern noch Niederlassungen in der Maria-Theresien-Straße 7 und am Claudiaplatz 2 (beide betrieben von der Fa. Anton Mitschka). Die von Herrn Hirsch im Saggen erinnerte befand sich in der Mozartstraße 12. An den Standorten Andreas-Hofer-Straße / Ecke Müllerstraße und Schützenstraße scheinen keine Meinl Filialen auf, vielleicht wurden sie dort erst nach dem Ende der Adressbuch-Ära (1976) eröffnet. Bei der ausgewiesenen Adresse Haller Straße 109 hat es sich vermutlich um ein Lager gehandelt.

  4. Warum wird hier von den Usern der Meinl so hofiert – Zur Erinnerung – der Meinl war doch einst mit unserem ex Finanzminister H.G. in finanzielle Malversionen beteiligt…………

    1. Naja, wir reden da von anderen Zeiten, als der M-Preis noch die lokale Thresl war und Julius Meinl ein österreichweiter Begriff im Bereich des Delikatessen- und Lebensmittelhandels. Mit dem von den mühevollen Kleinhandelsgeschäften der Lebensmittelbranche abgehobenen Fonds „Meinl International Power“ von Julius dem Fünften und KHGs dubioser Anstellung als Publicity Zugpferd dortselbst hat das nichts zu tun. Und der Meinl Kaffee blieb erhalten. Lustigerweise u.a. bei Mölks angeschlossener Baguettekette.

      Wenn wir schon politisieren wollen: Dass eine Handvoll Rassismus! kreischender Ayatollahs den harmlosen Meindl-Mohren zum Verschwinden gebracht hat, ist viel viel schlimmer.

      1. Herr Hirsch, nicht NUR der Meindl Mohr ist dem Rassismus zum Opfer gefallen. Auch der Mohrenkopf am Uncle Bens Reiskarton – der Mohr im Hemd in der Konditorei heißt nun auch anders – der Mohr von der Mohrenbrauerei in Vorarlberg wurde stilistisch auch verändert. Man muss sich fragen wohin führt das?

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