skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Walther Von Der Vogelweide – Ein Sänger Und Dichter

Walther von der Vogelweide – ein Sänger und Dichter

Es gibt bereits einen Beitrag zum Denkmal und dessen Restauration im Waltherpark, aber…

Als ich durch den Waltherpark radelte und die Statue von Walther von der Vogelweide mit seinem Psalter in der Hand erblickte, machte es mich stutzig und neugierig, und ich fragte mich, ob dieser bedeutende Minnesänger und Lyriker auch in Tirol oder gar in Innsbruck tätig gewesen war? Und so begann ich nachzuforschen….

Teil I: Sein Schaffen

Im Rahmen der Nachforschungen musste ich jedoch sehr schnell entdecken, dass über das Leben von Walther von der Vogelweide sehr wenig bekannt ist. Er wurde um 1170 geboren, allerdings ist sein Geburtsort unbekannt. Er starb um 1230, vielleicht in Würzburg. Es ist nicht sicher, ob er von adeliger Herkunft war, der Name „von der Vogelweide“ lässt eher auf den unfreien Dienstadel schließen. Daher wäre es auch erklärbar, dass sein Leben nicht dokumentiert wurde, dies war damals dem hohen Adel vorbehalten.

Er war der bekannteste Minnesänger seiner Zeit, 500 Strophen, 90 Lieder, 150 Sprüche und ein „religiöser Leich“ sind überliefert. Die umfangreiche Sammlung befindet sich in der „Großen Heidelberger Handschrift“, der „Kleinen Heidelberger Handschrift“ und in der „Weingartner Handschrift“. Eben aus dieser stammt das wohl berühmteste Bild von Walther von der Vogelweide (siehe oben, von einem Konzertprogramm des Innsbrucker „Kammerchores Walther von der Vogelweide“ aus dem Jahre 1971), angelehnt an das Gedicht von ihm selbst:

„Ich saz uf eime steine
und dahte bein mit beine
dar uf satzt ich den ellenbogen.
Ich hete in mine hand gesmogen
das kinne und ein min wange..“

Seine Dichtung war in Mittelhochdeutsch. Im Mittelalter war ein Dichter zugleich Komponist als auch Vortragender, er unterhielt die Leute mit verschiedenen Liedgattungen wie dem politischen Lied, dem Minnelied und dem geistlichen Lied.

(Text: S. Bader; Bild: Stadtarchiv Innsbruck, Div-3898-1, Ausschnitt)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back To Top
×Close search
Suche