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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Viller „See“?

Viller „See“?

Es gibt zwar keinen Viller See mehr, aber gegeben hat es sogar zwei. Der erste entstand in der letzten Eiszeit aus dem geschmolzenen Wasser des Wipptalgletschers und wurde vom Ramsbach gespeist. Als dann irgendwann der Damm durch den Zufluss des Ramsbachs brach vermoorte das Gebiet.

Der zweite Viller See dagegen wurde von Menschenhand erbaut. Er ist bekannt aus der Schenkungsurkunde von 1328, in der der See mit samt dem Lanser See vom Tiroler Landesfürsten an das Kloster Wilten übergeben wird. Als 1807 dann das Kloster vorübergehen aufgehoben wurde, gelangte der See ein Jahr später zur öffentlichen Auktion. Dort wurde er von den Viller Bauern ersteigert, die den See ablassen und Trockenlegen wollten, was dann 1813 auch geschah. Wann die Entwässerungskanäle angelegt wurden ist unbekannt.

Blick vom ehemaligen Seedamm gegen Osten auf den Hauptentwässerungskanal.

Der Viller See und die Hohenburg vor deren Wiederaufbau 1877 auf einem Ölbild.

(Stadtarchiv Ph-23881, Ph-23622, Ph-26731)

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare
  1. Interessanter Artikel, danke!
    Gibt es zu Ph-23881 eine Datierung und ist das vielleicht ein Ausschnitt und das Foto hätte rechts noch mehr Inhalt?

    1. Nein, leider kann ich weder mit einer Datierung noch mit einem vergrößerten Ausschnitt aufwarten. Es handelt sich bei dem Bild um eine alte Postkarte.

      1. Trotzdem danke für die Antwort!
        Ich fragte deshalb, weil sich dort im Hintergrund eine Torfgewinnungsanlage der „Tiroler Torfindustrie GmbH“ befand, die 1921 errichtet wurde und ein paar Jahre in Betrieb war. Diese wurde mittels einer Anschlussbahn von der Mittelgebirgsbahn her erschlossen, mit deren Dampfloks und Güterwagen der Torf in die Stadt transportiert und dort von Industriebetrieben und vielleicht auch Privatpersonen als Brennstoff genutzt wurde. Leider ist diese Anschlussbahn aber bisher nicht fotografisch dokumentiert. Ich konnte im Lauf der Zeit einige Bilder zusammentragen, auf denen die Trasse erahnbar ist und das Betriebsgebäude, eine lange Holzbaracke, zu sehen ist, aber keines, auf dem Schienenfahrzeuge abgebildet oder Schienen klar erkennbar sind. Deshalb meine Nachfrage. Die Fotokarte könnte schon aus dieser Zeit stammen, die Holzbaracke war aber weiter rechts außerhalb des Bildes-

  2. Jedenfalls stand dieses barackenartige Gebäude noch in den 50-er Jahren und wurde von einer Witwe bewohnt, die dort auch kunstgewerblich tätig war – ich glaube, daß sie getöpfert hat.
    Warum ich das weiß? Nun, unser Familienname war „SMOLA“ – und wir wurden mehrfach gefragt, ob wir nicht mit dieser Frau verwandt seien, da sie genau so heiße wie wir – nämlich „SCHMOLE“. – Ist für Tiroler Ohren eben einfach „dasselbe“…

      1. Zusatzinfo:
        Ich hätte gleich dazuschreiben sollen, daß die Frau nochmals geheiratet hat, nämlich einen „Tommas“ oder so ähnlich. Möglicherweise in der Pfk Wilten – wegen des Aufgebots war der Name dann bekannt geworden – daher die oftmalige Frage an uns. Aber wann???

  3. Denkbar wäre, dass die Föhre links das heutige Naturdenkmal zwische Lansersee und Vill ist. Dahinter sieht man, wieder einmal, den Maierhof der Hohenburg.

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