skip to Main Content
Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Schranken Auf Im O-Dorf

Schranken auf im O-Dorf

In wenigen Tagen werden die Olympioniken das neu errichtete Olympische Dorf im Zentrum von Mailand beziehen. Wenig überraschend wird sich dieses von seinen Innsbrucker Pendants recht stark unterscheiden. Während etwa in Innsbruck die beiden Olympischen Dörfer als Wohnsiedlungen konzipiert wurden, soll das Mailänder O-Dorf nach den Spielen als Studentenwohnheim dienen. Auch Bahnschranken wird man an den Eingängen zum Mailänder O-Dorf vergeblich suchen. Anno 1964 waren diese in Innsbruck jedoch Teil des Sicherheitskonzeptes (ebenso wie ein Maschendrahtzaum und das Österreichische Bundesheer).

Blick ins Innsbrucker O-Dorf I. Der Schranken öffnete sich nur gegen Vorlage eines mit „OD“ gekennzeichneten Olympiapasses oder eines entsprechenden Passierscheins.

Im offiziellen Endbericht heißt es mit Blick auf die Rolle des Bundesheeres im Olympischen Dorf:

Der Ordnungszug des Österreichischen Bundesheeres hatte den Auftrag, durch Passanten- und Fahrzeugkontrollen zu verhindern, daß Unbefugte das Olympische Dorf betreten. Die Hauptwache machte durch 24 Stunden Dienst, und zwar in der Zeit von 6 bis 22 Uhr je ein Doppelposten bei den vier Haupteingängen und bei der Rezeption sowie zusätzlich ein Posten vor dem Damentrakt im Block II. In der Zeit von 22 bis 6 Uhr je ein Posten bei den zwei Haupteingängen, bei der Rezeption und vor Block II. Der Ordnungszug bestand aus einem Offizier, zwölf Unteroffizieren und 44 Chargen.

Die Schranken werden hingegen im Endbericht nicht erwähnt …

PS: Wenn Sie sich für die Geschichte der Olympischen Winterspiele in Innsbruck interessieren, dann lege ich Ihnen unsere druckfrische Publikation ans Herz: „Olympische Winterspiele in Innsbruck. Vorgeschichten – Bedeutungen – Nachwirkungen„.

(StAI, Fotos Adolf Blumenthal, Geschenk Marktarchiv Garmisch)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Die Eingangsbereiche im Erdgeschoß waren 1964 vollständig im Holz(?)elementen verbaut. Nach den Olypischen Spielen wurde das offenbar umgestaltet und Teile als offene Flächen belassen. In den neu geschaffenen Lokalen waren dann diverse Geschäfte angesiedelt, vom Schuhgeschäft bis zum Obst- und Gemüsehändler. Das einzige Geschäft, das bis in den heutigen Tag überlebt hat ist die Apotheke in der Schützenstraße 56.

  2. Beim Haus links neben dem alten VW-Bus handelt es sich um das ehemalige Gasthaus „Tyrol“ in der Pontlatzerstraße 47, zur damaligen Zeit eine „Institution“ in der (spärlichen) Lokalszene von Neu-Arzl. Links daneben in der Pontlatzerstraße befand sich ein kleiner „Konsum“, die Tiefenthaler Bäckerei und die Schützen-Apotheke, die später in den O-Dorf Block auf der linken Seite übersiedelt ist. Bei den älteren (und sehr alten) Innsbruckern heißt die ganze Gegend heute noch „der Schießstand“.

Schreibe einen Kommentar zu Walter Rangger Antwort auf Kommentar entfernen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Back To Top
×Close search
Suche