Rares Bares
Die abgebildete Münze wurde einer Ausgrabung in Wilten im Februar 1980 gefunden. Mehr dazu findet man hier: Sensationelle Funde in Wilten! – Innsbruck erinnert sich
Münzen sind sehr aussagekräftige Funde, da man i.d.R. den Zeitraum bestimmen kann, in dem sie geprägt wurden. Wie sich hier zeigt ist das aber nicht immer ganz einfach. Denn einfach lesen lässt sich so eine Münze nicht.
Mit etwas Mühe lässt sich CONSTANT – IVSPFAVG entziffern. Aber welcher Kaiser ist hier nur gemeint?
Ist es Konstantin (der Große), oder doch einer seiner Sohne Konstantin II., Constans oder Constantius II? Andererseits könnte es sich auch um Constantius I. dem Vater von Konstantin dem Großen handeln. Weitere Verwandtschaftsverhältnisse schließen dann noch Constantius Gallus ein, den Cousin und Unterkaiser von Constantius II. Übrig blieben dann noch gleich zwei Konstantin III. Da es sich hierbei um einen nicht anerkannten Gegenkaiser handelt, der in Britannien herrschte, wurde die Zahl III. doppelt vergeben. So herrschte ein paar Jahrhunderte später noch ein Konstantin III. kurzzeitig als byzantinischen Kaiser.
Da soll sich noch einer auskennen…
Stadtarchiv Innsbruck, Ph-21220