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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Rätselhaftes Frühwerk

Rätselhaftes Frühwerk

Im Sommer 1909 erhielt Franz Widmann (1879-1954) die Konzession für sein Baumeistergewerbe, das er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Josef (1883-1964) ausübte. Mit 14. August 1909 eröffneten sie ihr Büro in der Innstraße 93. Zu ihren ersten Kunden zählte der Großgrundbesitzer Robert Nißl, für den sie einen kleinen An- bzw. Zubau errichteten. Die Geschäfte liefen offenbar recht gut, zumindest suchten die Brüder Widmann im Herbst 1910 per Inserat „tüchtige Maurer und Handlanger“ und versprachen „höchste Löhne“.

Auch die Innsbrucker Familie Höpperger hatte sich im Frühjahr 1910 an Franz und Josef Widmann gewandt, da sie am Wiltenberg beim Hußlhof ein Haus errichten wollte. Herausgekommen sind dabei die in diesem Beitrag abgebildeten Pläne. Sie zeigen eine schmucke Villa mit Erkern, Balkonen und grünen Fensterläden.

Wie diese beiden kolorierten Planzeichnungen ins Archiv der Baufirma Mayr gelangt sind, lässt sich nicht rekonstruieren. Fest steht aber, dass Alfons Mayr die Konkurrenz stets im Blick hatte und die Brüder Widmann (auch) über den Verein der Baumeister in Tirol und Vorarlberg kannte. Unklar ist auch, ob die „Villa Höpperger“ tatsächlich gebaut wurde und falls ja, ob dem Bau die hier gezeigten Pläne von Franz und Josef Widmann zu Grunde lagen.

(StAI, Archiv der Baufirma Mayr)

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