Perspektivenverwirrung
Im Zuge von Recherchen rund um das Olympiajubiläum bin ich auf diese Fotografie der damals noch sehr jungen Eishalle gestoßen. Mehr als die Halle beschäftigt mich jedoch das Haus im Vordergrund. Im Grunde ist das recht einfach. Das muss das Haus Sillhöfe 14 sein. Der Vergleich mit Google Street View sowie der eigens getätigte Lokalaugenschein zeigt: Da stimmt einfach alles, von der Ausrichtung, über Stockwerke, Dach, Fenster, sogar die inzwischen etwas größer gewordenen Bäume im Garten.

Aber jetzt zu meiner Verwirrung: Was mich nicht los lässt, ist der Abstand zwischen Haus und Eishalle. Wie man auf dem aktuellen Foto sieht, gibt es östlich des Hauses eine Wiese (in den frühen 2000ern bei größeren Wacker-Bundesliga-Spielen als Parkplatz genutzt), dann folgt der Parkstreifen Richtung Unterführung und dann natürlich auch noch der ausgedehnte Olympiaworld-Parkplatz. Ein schönes Stück. Dementgegen sieht es für mich auf der historischen Fotografie so aus, als befände sich das Wohnhaus in unmittelbarer Nähe zur Eishalle. Wie kann das sein? Habe ich etwas übersehen? Verstehe ich die Perspektive nicht? Hab mich im Bild verrannt? Danke für Ihre Kommentare, damit ich diese Ansicht mental wieder ad acta legen kann!
(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-1609; Ph-Dig-3050)
Gibelrichtung stimmt schon mal nicht. Das ist nicht das selbe Haus.
Kommando retour, zu früh gedrückt.
Ich bin zumindest beruhigt, dass ich nicht der einzige bin, den das Bild genarrt hat. 🙂
Vom Bergisel, eventuell vom Pavillon aus und mit Zoom fotografiert könnte die Perspektive passen.
Das wurde mit sehr großer Brennweite fotografiert, 300 mm mindestens. Deshalb wirkt in der Y-Achse alles extrem zusammengestaucht. Die Stadt ist an dieser Stelle 6 oder 7 km „breit“ (wenn längs des Inntals die Dimension der „Länge“ wäre), der Abstand von der Olympiahalle zu den letzten Gebäuden oben im Hintergrund dürfte ca. 4 km betragen, es wirkt aber so, als könnte man in einem Viertelstünderl gemütlich von der Olympiahalle dorthin spazieren.
Der Kompressionseffekt kann bekannte Orte völlig unkenntlich machen, ich experimentiere beim Fotografieren selber gern damit.