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Map Stories: #Parkzonenkarte 1964

Map Stories: #Parkzonenkarte 1964


Die Ausrichtung eines Großereignisses, sei es für den ESC oder durch das IOC, ist in erster Linie eine Herausforderung für die Infrastruktur einer Stadt. Und auch schon 1964 eine knifflige Aufgabe für die Parkraumbewirtschaftung der Blechkarossen von Athlet:innen, Funktionär:innen und Gästen. Die Rückseite des offiziellen Olympia-Plans weist (hier interaktiv zu sehen) eine frühe Form der Parkzonen aus, die an den Wettkampftagen benutzt werden sollten. Vielleicht können sich ja unsere Leser:innen noch erinnern, wie das dann gehandhabt wurde; Parken war damals ja irgendwie sowieso überall frei. Durfte man dort dann mit einem speziellen Ausweis auch in der zweiten Spur herumstehen oder *nur* mit so einem Ausweis parken oder… waren es einfach nur Empfehlungen an die internationale Besucher:innenschar.

Dieser Plan hatte wie seine bunte Rückseite (hier auch als zoomable map) einige Besonderheiten. So ist hier eine Sweth-Straße eingezeichnet. Sie führt vom Langen Weg ins Nirgendwo der Bocksiedlung. Im Amtsblatt vom August 1958 angekündigt, verschwindet die Adresse – ohne je eine Hausnummer gehabt zu haben – so bald die Andechsstraße ganz durchgestochen ist und der Name des 1809er-Heroen übersiedelt dann samt Vornamen als Kajetan-Sweth-Straße ins O-Dorf.

Das Reichenauer Wohnlager ist in vollem Ausbau (und wurde noch 1963 aufgelassen, um den Olympionik:innen den Anblick der Nachkriegszeit zu ersparen). Ob sich hier der Druckerlehrling einen Scherz erlaubt hat und die ungeliebte Baracken-Siedlung als „WohnLEGER“ in den Plan gekommen ist, muss offen bleiben. Der Archenweg war auch noch länger und verlief statt der heutigen Rossaugasse von der Reichenauer Brücke dem Inn entlang bis zum Baggersee.

Für ortskundige Höttinger:innen erscheint die Verbindung von Hinterwaldnerstraße und Schneeburggasse an der Stelle des heute dort auf seine Generalsanierung wartenden Kohlwegs originell, dazu ist es außerhalb der Fantasien des Zeichners nie gekommen. Am Ulfiswiesen-Flughafen gibt es schon ein neues Abfertigungs-Gebäude am Fürstenweg, etwas weiter stadteinwärts hofft man westlich des Fischerhäuslwegs zwischen Huchenweg und dem nur hier existierenden Fischottersteig das Gebiet zu erschließen, das heute eigentlich schon Teil der Rollbahn-Pufferzone geworden ist. Der Westliche Basis-Endpunkt ist an der Haller Straße zu finden, mehr dazu in diesem Beitrag und den Postings darunter.

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