Lieber Peter,
habe ich zu mir selbst gesagt, da ich Peter Helfer aus verschiedenen Gründen nicht mehr erreichen kann. Er hat uns das Innsbrucker Häusermeer geschenkt (er wurde natürlich bezahlt aber das Produkt ist ein solches) und Peter war immer begeistert, wenn wir im Archiv noch eine weitere zu prüfende Quelle zur Hausbesitzer:innengeschichte der Stadt gefunden haben. Solche im eigenen Bestand aufgetauchte Dinge nennt man leicht beschönigend Depotfunde, denn ein Archiv sollte ja eigentlich wissen, was es hat und wo es (drin) steht.
Am Freitag war es also so weit, bei der Suche nach ganz etwas anderem für unsere nächste Ausstellung habe ich ein Häuserverzeichnis von 1847 gefunden, mit allen Eigentümer:innen (Juristen mögen mir die Vermischung der Begrifflichkeiten durchgehen lassen, in den Büchern ist es auch mal Haus-Besitz, mal Haus-Eigentum). Bis es fürs Häusermeer aufbereitet ist, wird es noch ein wenig dauern, aber so eine schöne Übersicht muss man da einfach nützen. Wenn Peter sie gekannt hätte, hätte er sie ganz sicher eingearbeitet. Jetzt ruht er leider in seiner Urne aber ich gehe davon aus, dass er, wenn es die technischen Voraussetzungen dafür gibt, von dort aus gelegentlich auch bei uns in den Blog schaut. Schau, was ich gefunden habe!
Ich stelle Ihnen den Fund hier als Galerie ein, die Datei kann auch mit guter transkribus OCR als PDF heruntergeladen werden. Hinter den Häusern kommt gleich das Gewerbeverzeichnis, schon allein wegen seiner zünftischen Sortierung spannend zu lesen, natürlich noch mehr wenn man – wie ich – früher gerne Telefonbücher gelesen hat.
Die interaktive Karte, auf der die Hausnummern gut zu sehen sind, ist jene von 1812 (hier zu konsultieren). Zu dieser Karte und den Innsbrucker Hausnummern gibt es auch schon einen Artikel.










