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Hier Begann Der Krieg Erst 1943

Hier begann der Krieg erst 1943

… und war nach einem Tag schon wieder vorbei. Viele Innsbrucker*innen waren es im fünften Kriegsjahr schon leid, immer wieder in die kaum ausgebauten und viel zu wenigen Luftschutzbunker der Stadt zu gehen, wenn die Sirenen heulten; es waren ja doch noch nie Bomben auf Innsbruck gefallen und irgendwie ging die lokale Bevölkerung davon aus, dass das auch so bleiben würde. Sie wurde ab dem 15. Dezember 1943 eines besseren belehrt.

Gleich beim ersten Angriff erlitt das Haus der Familie Leis-Greiter in der Maria-Theresien-Straße 49 einen Volltreffer und verwandelte sich in ein unbewohnbares Restchaos aus Schutt und Asche. Das daneben stehende Haus der Alten Post beklagte einige geborstene Fensterscheiben aber blieb sonst unbeschädigt. Das Haus Nummer 49 ist seitdem ein imaginiertes Erinnerungsstück, ein Geisterhaus, eine Familienlegende. Sehr bald wurde die Reparatur und gleich auch noch die Wiedererrichtung ausgeschlossen und man kehrte den Ort, an dem dieser Bau zweihundert Jahre gestanden hatte, mit dem Besen glatt ab. Besonders im zweiten Bild des Beitrags gut zu erkennen die ersten Ziegelstein-Reparaturen nach dem Krieg (das Servitenkloster hinten), ein Neubau der heute als Parodie eines Glaspalastes die TIWAG beheimatet und die von Bildsammler Walter Kreutz als „Franzosen-Notgarage“ bezeichnete Struktur, in der zehn Jahre früher die Familien Leis und Greiter gewohnt hatten.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Das altehrwürdige Familiengrab Leis-Greiter befindet sich am Wiltener Friedhof gleich beim Eingang in den Arkaden.

  2. Obwohl in den 60ern noch eine Ruine hier stand, war sie ein begehrtes Ziel von mir. Hier befand sich die frühere KLEINBAHN Filiale.

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