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Fröhliche Pfingsten

Fröhliche Pfingsten

Kaum jemand denkt heute noch daran, Familie und Freunden eine Postkarte mit Pfingstgrüßen zu senden. Doch vor mehr als hundert Jahren waren Pfingstgrußkarten genauso beliebt wie Karten zu Weihnachten, zu Ostern und zum Neuen Jahr. Die Motive, die für Pfingstpostkarten gewählt wurden, waren selten religiöser Natur. Häufige Motive waren Gruppen bei Ausflügen und beim Picknick, niedliche Kinderbilder, hübsche Damen, Liebespaare und idyllische Landschaften. Es wurden zum Teil sehr hochwertige und anspruchsvolle Karten hergestellt, doch der Großteil war eher kitschige Massenware.

Die als Titelbild verwendete Postkarte zeigt eine Gruppe von acht Personen bei einem Ausflug durch eine Waldlandschaft. Die fröhliche Gesellschaft, die in einem Leiterwagen sitzt der von zwei weißen Pferden gezogen wird, wird von einem Ziehharmonikaspieler musikalisch unterhalten. Die Karte ist 1905 gelaufen.

Als Motiv für diese 1903 gelaufene Postkarte wurde eine Dame in einem langen Kleid mit hochgesteckten und mit einer Blume geschmückten Haaren gewählt.
Diese selbst gebastelte und 1915 gelaufene Pfingstgrußkarte wurde aus Birkenrinde hergestellt. Sie wurde mit Blumen, Moos, Blättern und einem violetten Band liebevoll dekoriert.
Die 1904 gelaufene Postkarte zeigt ein Mädchen und einen Jungen, die beinahe wie Puppen wirken: Das Mädchen trägt ein Kleid mit Rüschen und eine spitzenbesetzte Haube. Sie umarmt einen Knaben, der eine Schildkappe trägt. Im rechten oberen Eck steht ein Gedicht, im linken die vorgedruckte Grußformel, so dass nicht mehr viel Platz für persönliche Mitteilungen blieb.
Diese Postkarte ist 1905 gelaufen. Sie zeigt eine kleine, Pfeife rauchende Person in Jagdausrüstung, die auf einer von Wald umgebenen Blumenwiese steht. Rechts daneben sitzt ein Eichhörnchen im Gras und auf einem mit Blüten verzierten Bogen thront eine Eule.

(Stadtarchiv Innsbruck, Sommer-46-291, Sommer-47-38, Sommer-51-3, Sommer-47-168, Sommer-47-115)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Ich glaub, der Witz der Karte mit dem Jägerzwerg liegt im Ersatz des Jagdhundes durch ein Eichkatzl. Leine hat der Gnom ja dabei und die Linke scheint ein „Platz, Hupfi!“ auszudrücken. Die Feder am Kopf deutet auf den Sieg in einer wüsten Rauferei mit einem Zwergbussard hin.

    Schöne Pfingsten im Nachhinein. Im übrigen bin ich froh, daß wir nicht raten müssen, wo der Wald ist durch den die Kutsche fährt.

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