Fröhliche Ostern
Von dem sehr bekannten Maler, Graphiker, Bildhauer und Bühnenbildner Richard Teschner stammt die Vorlage, die die Bildseite der Künstlerpostkarte, die als Titelbild dieses Beitrags dient, ziert. Der vielseitige Künstler Richard Teschner wurde am 22. März 1879 in Karlsbad geboren. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Prag und anschließend an der Kunstgewerbeschule in Wien. Danach lebte und arbeitete er in Leitermitz und Prag. Im Jahr 1909 übersiedelte er endgültig nach Wien. Er wurde Mitarbeiter der Wiener Werkstätte, entwarf Bühnenbilder, schuf Stabpuppen nach javanischen Vorbildern und verfasste Bühnenstücke für sein Puppentheater. Mit der Handtonätzung entwickelte Richard Teschner ein eigenes drucktechnisches Verfahren. Er illustrierte Bücher, entwarf zahlreiche Exlibris, betätigte sich als Innenarchitekt, Maler, Bildhauer und Mosaikkünstler. Richard Teschner starb am 4. Juli 1948 in Wien.
Die Postkarte mit dem Titel „Fröhliche Ostern“ erschien im Jahr 1909 als „Osterkarte Nr. 2“ im Verlag des Bundes der Deutschen in Böhmen und ist am 25. März 1909 gelaufen. Abgebildet ist ein junges Paar, das bei wechselhaftem und windigen Wetter einen Spaziergang unternimmt. Im oberen Drittel der Karte befindet sich eine Darstellung, die man folgendermaßen interpretieren kann: Das gute Wetter – symbolisiert durch eine hübsch gekleidete und geschmückte Dame mit Schwert und Sonnenschild – kämpft gegen das schlechte Wetter – symbolisiert durch eine dunkle, unheimliche Gestalt auf einer grauen Wolke.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern schöne Osterfeiertage bei möglichst angenehmen Wetterverhältnissen!
(Stadtarchiv Innsbruck, Sommer 43-71)
Wenn meine Annahme stimmt und dieses WINTER- und FRÜHLINGsbild aus der Sammlung SOMMER stammt – wo bleibt denn der HERBST?