Erinnerung an die Brennerbahn – Das Rätsel der Tunnelportale
Nachdem wir im letzten Beitrag Steinach am Brenner hinter uns gelassen haben, setzen wir unsere Reise nun entlang der eindrucksvollen Gebirgsstrecke fort.
Das nächste Foto aus dem Erinnerungsalbum entführt uns in eine idyllische alpine Szenerie: Eine kleine Ortschaft liegt ruhig am Talboden, umgeben von imposanten Bergen. Eine Bahnstrecke sucht man hier allerdings vergeblich. Stattdessen fallen zwei Tunnelportale ins Auge, jeweils auf gegenüberliegenden Talseiten gelegen.
Unweigerlich stellt sich dabei die Frage: Wohin führen diese Tunnel eigentlich? Und vor allem, wo genau befinden wir uns hier?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-A-24611-08)
…..und jede Ähnlichkeit mit der umgebenden Landschaft ist (wie im späten Biedermeier üblich) natürlich rein zufällig und völlig unbeabsichtigt….
….und unter diesem Gesichtspunkt könnte das Loch rechts oben der Gigglberg-Tunnel sein, bei welchem diese grandiose „Schleife“ ins Pflerschtal begann –
(von welchem Herr Oberlehrer Josef Peer in der Volksschule Fritzens 1946/48 voller Heimweh erzählte, daß man dort den Zug verlassen habe, hinuntergerannt sei nach Gossensaß, dort ein Glasl Wein konsumiert – und den soeben einlangenden Zug wieder am Bahnhof bestiegen habe. Welcher dann – vermutlich – durch einen weiteren kleineren Tunnel seine Fahrt in Richtung Sterzing fortsetzte.
Und der Weiler am Hang oben -damit war wohl Außerpflersch gemeint.
Über die Berge getraue ich mich nichts zu sagen. Da werden sicher Namen über Namen daherschwirren – vom Tribulaun über die Weißwandspitze bis zu den Stubaier Gletschern. Aber auch hier: Jede Ähnlichkeit rein zufällig! – oder?
Sind wir schon übern Brenner?? Ich glaub, wir sind noch in Stafflach / Valsertal – oder?
1:0 für Sie, Herr Roilo – schon wegen des Lichteinfalls von Süden her, gell – aber welche Tunnel hats da wirklich – und die „Stafflachwand“? Ja, mei, hat der Graphiker halt nach Beschreibung gezeichnet – oder so.
….aber wahrscheinlich ist mit dem hrunteren Tunnel links eh bloß der Ausgang des großen Kehrtunnels im Pfitsch(er)tal gemeint.
(Die „Heroischen Landschaften“ eines Joseph Anton Koch lassen jedenfalls grüßen!!!)
Weil der Joseph Anton Koch erwähnt wurde – also der hätte das besser hingekriegt. „Ideallandschaft mit Apoll und Boas im Tunnel“.
Zur Not sieht man die Stafflacher Kletterwand, den Padauner Kogel und einen Wolfendorn, der, für den Fall dass es sich doch lieber um das nächste Tal hinterm Brenn handeln soll, auch einen zeichnerisch verballhornten Pflerscher Tribulaun geben könnte. Egal wie, einer der beiden Tunnel ist hüben wie drüben immer falsch,
ABER: Wenn man über den Tunnels und zwischen Stafflacher Wand und rechtem Tunnel ein Rechteck aus der Berglandschaft schneidet und spiegelt, dann geht es sogar recht gut. Padauner Kogel, Wolfendorn, Wildseespitze und der Kraxentrager (mit dem bekannten lästigen Bichl daneben.
die Tunnels werten wir als Vision des Künstlers, der die Quertunnel des BBT vorausgesehen hat.