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Ein Zuhause Für Die Gefiederten Freunde

Ein Zuhause für die gefiederten Freunde

Zur Villa Blanka gehörte auch eine großzügige Parkanlage. Im Jahre 1937 unterstützte die Sparkasse der Stadt Innsbruck die Pläne der Tiroler Vogelwarte, aus dem alten baufälligen Glashaus eine Vogelvoliere zu errichten. In der Schauanlage sollten einheimische Vögel in ihrer natürlichen Umgebung gezeigt werden. Die Pläne stammten vom Architekten Siegfried Thurner.

Entwurf von Sigfried Thurner, 1936 (Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Pl-494, 1936)

Die Einrichtung der Volieren orientierte sich an den Bedürfnissen der Vögel. Der Käfig für Hochgebirgsvögel wurde mit Felsen, Latschen, Alpinpflanzen und einem Wasserfall ausgestattet. Die Mittelgebirgsvögel bekamen Jungfichten und einen kleinen Bach und die Vögel der Niederungen erhielten einen sumpfigen Tümpel mit Erlen und Weidengebüschen. Ein Drahtgitter von fünf Metern Länge und drei Metern Höhe überspannte jede Abteilung. Verbunden waren die drei Freikäfige mit zwei Winterräumen, die in der kalten Jahreszeit elektrisch beheizt werden konnten.

Die Vogelvoliere galt als einer der schönsten Vogelhäuser Europas und war einzigartig in Österreich. Die Erhaltung und Betreuung war kostenintensiv. Spenden konnten vor Ort beim eigenen Wärter abgegeben werden oder in den Sammelbüchsen bei den Käfigen.

Die letzten Bewohner waren Papageien. Es gibt nun Pläne vom Alpenzoo, die denkmalgeschützten Vogelvolieren zu sanieren.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-23041-1, 1981)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Ach, wie oft war ich in Kindertagen hier! Zuerst noch mit meinem Vater, dann, als er einrückte, alleine, bin ich hier gestanden und habe den Vögeln zugeschaut. Besonders im Frühjahr 1945, als ich mich tagtäglich schon nach 9 Uhr zu den Luftschutzstollen aufmachte und die Zeit bis zu einem Fliegeralarm im Villa Blanca Gebiet und eben auch vor den Volieren verbrachte!

    Als vor einigen Tagen der Beitrag über die Villa Blanca kam, wollte ich schon fragen, ob es eigentlich diese Volieren noch gibt!

  2. Ich war auch in den 60ern, 70ern. auch Anfangs der 80er gerne dort und sie sind nach wie vor erhalten. Leider aber nicht in dieser klaren ursprünglich konziperten Form!

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