Ein winterlicher, aber ungewöhnlicher Blick…
… Sie haben es sicher gleich erkannt, von der Johanneskirche in Richtung Osten, also stadteinwärts. Diesen Blick habe ich tatsächlich noch überhaupt nie gesehen. Macht aber durchaus was her finde ich, insbesondere im Hinblick darauf, dass der westliche, von Verkehr und Hektik geprägte Teil des Marktplatz-Areals nicht gerade Charme versprüht. Aufgenommen wurde das Foto an einem Tag, der wohl so kalt gewesen sein könnte wie der heutige, irgendwann in der Wintersaison 1994/5. Der Fotograf oder die Fotografin hatte einen ganz bestimmten Grund, um bei dem kalten Wetter auf den sicher grausig zugigen Kirchturm hinaufzusteigen und mit vermutlich klammen Finger dieses Bild zu knipsen: Leicht verdeckt von den kahlen Bäumen ist mitten in der Straße eine Freifläche zu erkennen, auf der gerade gebaut wird. Es handelt sich um das Terminal am Marktplatz, welches im Sommer 1995 eröffnet werden konnte und dessen Entstehen hier dokumentiert werden sollte.
(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-26183)
Also wenn ich mich nicht komplett falsch erinnere war die Eröffnung des Terminals am Innrain Ende November oder Anfang Dezember 1995.
Inzwischen hat man an Stelle der alten Häuser Innrain 17 und 19 an Modernismus noch eins draufgesetzt. Das erst in neuerer Zeit abgerissene Haus Nr. 21 mit den zwei großen Bögen gefällt mir hingegen garnicht so schlecht.
Es freut mich aber, dass man als Nebeneffekt das zwei Fenster schmale Haus Nr. 17 sieht. Gibt es davon – vielleicht auf Grund der Nachbarschaft zum ehemaligen Ursulinengebäude – weitere Fotos?
Die Nummer 19 daneben hingegen war schon so baufällig, dass jahrelang ein Schutzdach über dem Gehsteig notwendig geworden war. Hier sieht man es genauer und reich kommentiert https://innsbruck-erinnert.at/verkehrstrubel-und-rundherum/ .