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Ein Rätsel – Aber Nicht Für Einen Leser…

Ein Rätsel – aber nicht für einen Leser…

Vor wenigen Tagen hat das Stadtarchiv/Stadtmuseum von einer Exil-Innsbruckerin in Venedig dieses Foto bekommen. Wer diese Plattform schon etwas länger verfolgt, der/die ahnt, welchem Leser diese Aufnahme vielleicht bekannt vorkommen könnte…

Es soll hier auch gar nicht als Rätsel verkauft werden, denn es ist kein sonderliches Geheimnis wo wir uns befinden. Umso gespannter sind wir, welche Erinnerungen mit uns hoffentlich bald einmal geteilt werden. Allerdings erwartet die LeserInnenschaft auch, dass zumindest der Herr, der unter der Tür des rechten Hauses steht, mit Namen genannt wird…

PS: Wir bedanken uns bei der Spenderin für die Überlassung des Bildes. Wir freuen uns immer über solche Spenden.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Da es anscheinend eh kein sonderliches Geheimnis ist, wo wir uns befinden (wirklich??), wage ich es, mich zu melden. Es wäre natürlich interessant, aus welcher Zeit dieses Foto stammt – zu meiner Zeit wäre es der Herr Schuhmachermeister Zawadil gewesen, der unter der Tür steht.
    Auch ich danke der Spenderin – ich habe eine riesige Freude mit diesem Bild – und warte auf Nachschub!!

    1. Der Ordnung halber möchte ich noch ergänzen, dass zu meiner Zeit in Pradl in diesem Haus Nr. 25 der Schuhmachermeister Josef Zawadil wohl seine Werkstatt und Wohnung hatte, das Haus selbst gehörte aber dem Damenschneider Franz Tuscher – genau so wie das Haus 25a.

      Das linke Haus ist Nummer 23. Es war das erste Haus (von Norden gesehen), das damals schon der neuen Baufluchtlinie der oberen Pradlerstraße angepasst war und einen Fremdkörper darstellte. Besonders uns auf Nr. 15 störte die, nur durch die Stolzwiese getrennte gewaltige Feuermauer.

      Das nächste Haus in dieser Baufluchtlinie war erst Nr. 33 – heute ist ihr alles angepasst. Eine Lücke bildet nur diese Stichstraße vom heutigen Café Walter zum obengenannten Haus 25a und dem Zaun zum großen Feld- und Wiesengrund des Stamser-Bauern (Plattner). Dieses Straßenstück war sicher einmal von der Stadtplanung als weitere West – Ostverbindung vorgesehen, nur hat die Familie Plattner dem einen Riegel vorgeschoben und wird das hoffentlich weiterhin durchstehen!!

    2. Da Herr Dr. Morscher in seinem Begleittext angedeutet hat, er sei schon gespannt „welche Erinnerungen mit uns hoffentlich bald einmal geteilt werden“, bleibt mir ja fast gar nichts anderes übrig, als weiterzuschreiben!

      Da wäre nochmals das Haus Pradlerstraße 23, das linke, hierher so unpassende Haus: Besitzer war die Familie Lamprechter, aus der Foto Lamprechter (vielleicht, Herr Pritzi – deshalb das Fotolabor ??) und Frisör Lamprechter hervorgegangen sind. Auch die Familie Fiby lebte hier (Sohn Peter ist ein hochanerkannter Bauphysiker etc.). Besonders in Erinnerung blieb mir aber die Frau Magistratskanzleioberdirektorswitwe Babette Böhm, einer sehr nette Wienerin, im zweiten Stock, die in mich Buben einen Narren gefressen hatte. Ich bekam öfters von ihr Zuwendungen, finanzieller Natur wie auch Liebkosungen, letztere waren mir immer unheimlich peinlich!

      Unter den fünf hier sichtbaren Bögen war rechts die Hofeinfahrt, die drei nächsten irgendein ein Geschäft – das aber, soweit ich denken kann immer zu war, unter den fünften und den hier nicht sichtbaren sechsten war der Frisör Fuchs, bei dem ich meine ersten Haare lassen musste. Siehe auch http://innsbruck-erinnert.at/vor-der-sturmfrisur/

    3. Das rechte Haus Pradlerstraße 25 wurde ja inzwischen durch einen Neubau ersetzt, mit der Konditorei Café Walter.
      Visavis befindet sich die Leitgebschule, damals noch die Knabenvolksschule Pradl (im Ostteil waren die Buam, im Westteil die Madln – streng getrennt!). Im Südosteck zum Pradler Platz hin befand sich die erste Klasse, in die ich im Schuljahr 1942 / 43 einschulte. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Lehrer, Herrn Fink erinnern, der in seiner Größe gut zu uns Knirpsen passte. Dieser Klassenraum hatte an der Ostseite ein riesiges Fenster mit einem Gewölbebogen und man sah direkt auf die Pradlerstraße und hinüber zum 25er Haus. Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Krieg wurde dieses Fenster zugemauert, wahrscheinlich aus Kostengründen.
      Leider wurde die Schule im Sommer 1943 kriegsbedingten Zwecken zugeführt, und wir mussten, obwohl wir daneben wohnten, zum zweiten Jahrgang nach Dreiheiligen hinein. Aber schon drei Monate später, beim zweiten Bombenangriff auf Innsbruck vor Weihnachten 1943, wurde der ganze Komplex das erste Mal schwer beschädigt, 1944 / 45 wurde er nochmals erwischt. Ein Totalschaden war die angebaute Turnhalle (heute in etwa die Leitgeb Sporthalle)

    1. Ein Foto derselben Häuser, nochmals aus einem anderen Blickwinkel, habe ich bei
      http://innsbruck-erinnert.at/farbenfroh/
      eingestellt: https://postimg.cc/qzrvJDVw
      Mein Text dazu: Dieses Bild stammt aus 1931! Anlässlich der Jubiläumsfeier Jugendheim Pradl / Peter Mayr Bund fand ein großer Festzug durch die Pradlerstraße statt. Hier sieht man sogar den Vorgänger der Farbenhandlung Frank, Farben Thaler im „Vögele Haus“.
      Das nächste Haus ist die alte Pradler Volksschule, danach der Pradler Widum. Auch Pradlerstraße 25 aus dem Beitrag http://innsbruck-erinnert.at/ein-raetsel-aber-nicht-fuer-einen-leser/ ,dahinter die Feuermauer von Pradlerstraße 23, Pradlerstraße 15 (mein Heimathaus), visavis Pradlerstraße 14, der „Villerbauer“ und davor ganz links noch ein Stückl Alte Pradlerkirche.

  2. Erinnere mich noch gut an Hr. Franz Fiby, bei dem unsere Familie in den 50erJahren die erste Sitzgarnitur kauften (JOKA Möbel, ein damals sehr hochwertiges und begehrtes Möbel!). Franz Fiby, ein begeisterter Flieger, (Sohn Peter dürfte diese Leidenschaft geerbt haben) löste 1953 meinen Vater (Franz Schier) in seiner Funktion als Obmann der Innsbrucker Segelfliegervereinigung ab. Fr. Fiby feierte übrigens letztes Jahr im Altersheim Natters ihren 100.sten Geburtstag – Gratulation!

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