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Die Geschichte Des „Ziegelstadl“ I

Die Geschichte des „Ziegelstadl“ I

Vor einiger Zeit gelangte ein umfangreiches Fotoalbum mit dem klingenden Titel „Neubau der Gefangenenunterkunft im justizeigenen Ziegelwerk Innsbruck“ zu uns ins Stadtarchiv. Die Fotostrecke dokumentiert den gesamten Ablauf des Neubaus in den 1960-er Jahren: Vom Modell über den Spatenstich bis hin zur festlichen Einweihung durch die hohe Geistlichkeit sind sämtliche Ereignisse detailreich festgehalten. Den Erhalt dieses Fotoalbums wollen wir zum Anlass nehmen um uns auf eine kleine Reise zum Ziegelstadl zu begeben – ein Gebäude, das wohl jede/r InnsbruckerIn kennt, das kaum aber jemand (aktiv) fotografiert.

Die Geschichte des Ziegelstadls reicht natürlich weiter zurück – genauer gesagt ins 19. Jahrhundert. Baumeister Jakob Norer (geb. 1828) ließ am 17. November 1874 die „Erste Tiroler Ringofen Ziegelei Jakob Norer & Comp.“ ins Handelsregister eintragen. Adresse der Ziegelei war Wiltenberg 9.

Jakob Norer starb im Jahr 1906. Während er die Baumeistergeschäfte schon Jahre zuvor an seinen ältesten Sohn Anton Norer abgegeben hatte, führte er die Ziegelei bis zu seinem Tod.

Auf unserem Foto sehen wir die Ziegelei ca. um 1910. Dabei dürfte es sich wohl um eine der ältesten Aufnahmen handeln, die wir von der Anlage haben. Ziegel-Expertin bin ich keine – zwei Öfen kann ich erkennen, sowie mit Gleisen ausgestattete Laderampen. Die schmalen Gebäude vorne werden wohl der Trocknung/Lagerung dienen, aber hier lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Im Hintergrund können wir das Pulverturmareal und die Kranebitter Allee erkennen. Die Felder westlich von Hötting erstrecken sich – beinahe noch unverbaut – scheinbar unendlich weit.

(Foto: Fritz Gratl, Stadtarchiv Innsbruck, Ph-G-26842)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
    1. Mit der Fotolupe erkennt man auf der Hungerburg bereits das Mariabrunn (1906) und die von Hubert Uhlir im Jahr 1909 erbaute Villa östlich der Bergstation der Hungerburgbahn.

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