Der Technikbetrieb der Tyrolean Airways – ein Teil des Erfolges der Airline
Wir dürfen auch im Nachgang des Vortrages von Manfred Helldoppler noch etwas in die leider vergangene Welt der Tyrolean Airways blicken. Herzlichen Dank dafür.
Neben dem kompetenten und effizienten Flugbetrieb war die Technik in Innsbruck ein wichtiger Teil des Erfolges der Tyrolean Airways. Mit der Inbetriebnahme der ersten Dash 7 im Jahr 1980 musste ein adäquater Platz für die Wartung der Maschine gefunden werden. Die Wahl fiel auf den Westteil des Hangars 1 des Flughafens, der mit einer Leitwerk-Kappe ausgerüstet war, und daher ausreichend Platz für die Dash 7 bot. Nach dem Einbau einer Heizung und einer Isolierung wurde später auch noch der Ostteil des Hangars dazu genommen.
Aber mit der wachsenden Flotte wurde die Facility schon bald zu klein und entsprach auch mit mehr den hohen Anforderungen der Technik. 1990 wurde im Westen des Flughafenareals mit dem Bau eines neuen Werfthangars mit einem angeschlossenen Betriebsgebäude begonnen. Daneben wurde ein Triebwerk-Probelaufstand erreichtet. Ursprünglich war eine Holzbauweise vorgesehen, dafür erhielt man aber aufgrund von (unbegründeten) Bedenken bzgl. der strengen Brandschutz-Auflagen keine Genehmigung von der Luftfahrtbehörde. Bei der Konzeption wurde großes Augenmerk auf Umweltgedanken gelegt. Die Hangar Fläche bot Platz für drei Flugzeuge der Typen Dash 7 oder Dash 8-100/300. Später konnten zwei Dash 8-400 und eine Dash 8-300 untergebracht werden.
Nach 2000 wurde für die Dash 8-400 C-Checks zur Durchführung der C-Checks errichtet. Die Tyrolean Technik in Innsbruck hatte eine sogenannte Part 145 Zulassung für die eigentliche Wartung der Dash 7 und Dash 8 Flotte, und einer Part M Zulassung für die Wartungsplanung der gesamten Tyrolean Flotte inkl. der Fokker 70/100 und dem Regional Jet 100/200. Die technische Zuverlässigkeit der Dash 8 Flotte lag bei Tyrolean immer an der Spitze der Weltflotte. Die Tyrolean Technik in Innsbruck war sicher einer der besten und effizientesten Dash 8 Technikbetriebe überhaupt.
Manfred Helldoppler