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Der Perfekte Sommertag

Der perfekte Sommertag

Man sitzt gemütlich zusammen, liest, strickt. Ab und zu wird man über die aktuellen Schlagzeilen informiert oder es wird einmal ein Artikel vorgelesen. Zur Erfrischung gibt es selbstgemachte Limonade und am Nachmittag Tee oder Kaffee mit einem leckeren Obstkuchen.
Es hat dabei wohl eine ganz andere Qualität, wenn man dabei auf feinen Biedermeiersesseln sitzt und nicht auf billigen Plastikstühlen.
Und wenn man nach dem guten Stück Kuchen ein wenig müde wird, sinkt man in die weichen, dicken Daunenkissen und schläft ein Ründchen.
Bei einer leichten Brise lässt sich so wohl auch ein heißer Sommertag ertragen.

Ich beneide Toni und Elisa, die auf diesem Foto von 1899 ihren Sommer so gemütlich vor dem Schuppen in Heiligenstadt sitzend genießen.

Wie genießen Sie Ihren Sommer? Kennen Sie Geschichten aus Ihrer Familie über solche schönen, entspannten Sommer? Oder kann uns vielleicht jemand bestätigen ob die Aufnahme wirklich in Heiligenstadt aufgenommen wurde und vielleicht auch welcher Schuppen das ist? Ist es vielleicht ein altes Bahngebäude? Ein Wartesaal?

Amelie Sturm

(Stadtarchiv Innsbruck, KR/PL/K_746)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Wikipedia weiß zu berichten, dass in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr Wiener Bürger ihre Sommerfrische in Heiligenstadt verbrachten. Nicht zuletzt vielleicht auch deshalb, weil es eine gute Bahnverbindung dorthin gab.

    Heute noch kann man mittels Street View zwischen den Gleisanlagen und der Boschstraße eine kleines Schrebergarten-Areal ausmachen. Ein weitaus größeres gibt’s an der Grinzingerstraße.

    Womöglich existierten die Anlagen damals schon und dieses Hüttl stand tatsächlich in einer davon. Für mich steht es jedenfalls viel eher in Heiligenstadt als irgendwo in Tirol.

  2. Mir scheint, da wird gerade an einer Babystrumpfhose eifrig gestrickt. Muß nicht für ein eigenes Kind sein – geübte Strickerinnen hatten um die Wende 19./20. Jhdt. damit ein Nebeneinkommen, während sie sich im Schrebergarten „erholten“. Die Hände (auch nur für 10 Minuten) „in den Schoß zu legen“, stellte den Tatbestand der 7.Todsünde, nämlich der „Trägheit“, dar
    In diesem Fall – wenn meine Annahme stimmt – war es etwas Nützliches und dringend Benötigtes, das man damals noch nicht (oder im feinen Babywarengeschäfr – ebenfalls in Handarbeit hergestellt) zu kaufen bekam.

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